Sommerfest in der Kunstakademie Heimbach gewährt tiefe Einblicke

Von: Beate Weiler-Pracht
Letzte Aktualisierung:
6096682.jpg
Dozent Peter Nettesheim (l.) erklärt Dieter Taut die Grundlagen der Bildhauerei. Foto: Beate Weiler-Pracht
6096683.jpg
Mit Feuereifer waren Leonie (7) und Fabian (10) in der Internationalen Kunstakademie bei der Sache.

Heimbach. „Das sollte man nicht für möglich halten, dass es in so einem kleinen Ort ein solches Angebot besteht.“ Staunend folgten die Besucher der Führung durch die Internationale Kunstakademie Heimbach.

 Zum traditionellen Sommerfest hatte die Akademie erneut ihre Ateliers und Ausstellungsräume geöffnet und lockte mit zahlreichen Workshops große und kleine Besucher an die Staffeleien oder Werktische.

Kunst und Kreativität standen den ganzen Tag auf dem Programm. Den musikalischen Auftakt übernahm die Linnicher Band „Dixie4“ mit ihrer Jazz-Matinée, bei der fetzige Ohrwürmer durch den begrünten Innenhof der Akademie schallten.

Unter dem Motto „Jeder kann was!“ erlebten besonders Kinder und Jugendliche den Tag über ein buntes Angebot: Bei einer Malaktion galt es, sein eigenes Portrait aus dem Gedächtnis heraus zu zeichnen. Der siebenjährige Julius griff gleich mutig zu Pinsel und Palette. An der Staffelei stehend erzählte er begeistert von der Janosch-Ausstellung, die er sich hier angeschaut habe. Der kleine Künstler ließ sich auch nicht ablenken, als ihm Erwachsene über die Schulter schauten.

In die Arbeit versunken

Unter Anleitung der Töpferin Monika Otto erprobten Deliane, Lisa und Anna Lena das Material Ton. In die Arbeit versunken modellierten die Fünfjährigen ihre Lieblingstiere: Schildkröten mit kunstvoll verzierten Panzern und einen Elefanten mit Riesenohren.

Um den richtigen Blick für das perfekte Foto bemühten sich Jugendliche im Kurs von Hajo Helle. Der Dozent erstellte mit den jungen Kursteilnehmern eine Foto-Collage, die abschließend als DIN-A3-Plakat ausgedruckt wurde. Zudem wurden die 60 Fotoimpressionen noch am gleichen Abend im Internet frei geschaltet.

Mit Kettensäge und Figurengalgen wurde im Schnupperkurs von Peter Nettesheim gearbeitet. Dieter Taut nutzte sie Gelegenheit, um endlich ein Holzskulptur zu modellieren. „Bisher habe ich nur Halbmasken aus Ton, Stein oder Holz gearbeitet“, erzählte er und zeichnete mit schnellem Strich einen Entwurf aufs Papier. Unermüdliche Helfer waren auch in diesem Jahr wieder die Mitglieder des Fördervereins, die sich um den Losverkauf kümmerten. Schließlich war eine Original-Grafik von Janosch oder Workshops zu gewinnen.

Bunt und temperamentvoll ging das Akademiefest zu Ende, als kostümierte Zuschauer sich die Premiere des Heimbach-Westerns „High Huhn“ und des während der Sommerferien entstandenen Kinder-Comics anschauten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert