Solarpark Inden übertrifft die Erwartungen seiner Investoren

Von: oha
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Der Solarpark Inden hat 2012 rund 500 000 Kilowattstunden Strom mehr produziert als erwartet. Foto: Tameer Gunnar Eden (epa)

Inden. Knackige Kälte, aber die Sonne scheint. Zuletzt herrschte kurz das ideale Wetter für den Solarpark Inden. Es muss nicht, wie mancher glaubt, die Sommerhitze sein, die die Kollektoren zur Stromproduktion anregt. So hat der Solarpark Inden 2012 in seinem ersten kompletten Betriebsjahr trotz des mäßigen Sommers fast 3,5 Millionen Kilowattstunden Strom ins Netz eingespeist – das waren fast 500.000 Kilowattstunden mehr als ursprünglich vorhergesagt.

16.236 Solarkollektoren waren bis Ende 2011 auf dem zehn Hektar großen Gelände einer ehemaligen Mülldeponie am Ortsrand von Inden errichtet worden. Die 99 Mal 164 Zentimeter großen Kollektoren sind in einem Winkel von 30 Grad nach Süden ausgerichtet. Die Module werden für etwa 30 Jahre Strom aus dem Sonnenlicht erzeugen.

Betreiber der Anlage ist inzwischen allein die Rurenergie GmbH, eine Beteiligungsgesellschaft des Kreises, der neben dem Kreis die Stadtwerke Düren und die S-Beteiligungsgesellschaft der Saparkasse Düren angehören. Der frühere Anteilseigner F&S Solar Concept, der die Anlage auch gebaut hatte, ist nicht mehr mit im Boot. Die erzeugte Strommenge entspricht dem Jahresverbrauch von rund 1000 Durchschnittshaushalten. Durch die Anlage blieben der Region mehr als 2400 Tonnen des klimaschädlichen Gases Co2 erspart. Die Initiatoren des Projekts brachten 8,6 Millionen Euro für den Bau des Solarparks auf.

Doch dieser hohe Betrag dürfte sich in wenigen Jahren bereits amortisiert haben. Bei Inbetriebnahme war der Solarpark Inden die größte Anlage dieser Art in NRW. Inzwischen ist der Herzogenrather/Nievelstein Park mit 10 Megawatt installierter Leistung deutlich größer. Doch die Rurenergie GmbH hat bereits weitere Kollektoren auf den Dächern des Kreuzauer Schulzentrums und des Gymnasiums Jülich installiert. Auch hier hat die Anlage auf dem Schulzentrum die Erwartungen der Investoren um etwa 25 Prozent übertroffen. Die Anlage auf dem Mädchengymnasium liegt etwa zehn Prozent über den Prognosen. Weitere Anlagen sind geplant.

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