So viele wie nie gehen beim Dürener Stadtlauf an den Start

Von: jan
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1075 Läufer waren am Sonntag beim Dürener Stadtlauf am Start. Der Veranstalter GFC Düren 99 freute sich über einen Rekord. Foto: Guido Jansen

Düren. „Hu!” und noch mal laut „Hu”. So machte sich am Sonntag ein Äthiopier in Düren bemerkbar. Immer, wenn Mohamed Ali überholen wollte, stieß er diesen Laut aus. Und er musste es ziemlich häufig tun.

Denn der Mann aus Afrika war deutlich schneller als alle anderen Starter bei der 27. Auflage des Dürener Stadtlaufs. Der in Belgien lebende Läufer legte die zehn Kilometer durch die Dürener Innenstadt in 30:56 Minuten zurück und lief damit einen Start-Ziel-Sieg. Damit markierte er einen Streckenrekord, seit der Neuvermessung im Jahr 2007.

Ali hätte noch schneller sein können, wenn er nicht so oft Slalom hätte laufen müssen. Das war der Fall, weil es einen zweiten Rekord gab, nämlich bei der Teilnehmerzahl. 1075 Starter waren bei den Läufen der Schüler, Bambinis, über fünf und über zehn Kilometer dabei. Der Slalom verursachte 400 zusätzliche Meter. Das hat Alis kleiner Laufcomputer ermittelt.

Den schnellen Mann aus Afrika hat das nicht gestört, die Organisatoren aus der Schwimm- und Triathlon-Abteilung des GFC Düren 99 freuten sich über die zwei Rekorde. Schnellste Frau beim Hauptlauf war die Jülicherin Svenja Juette, die den Slalom in 39:27 absolvierte. Bester Lokalmatador war der für den GFC 99 startende Fahd Mellouk, der mit 34:20 zwar nicht an seine Bestwerte heran kam, aber trotzdem zufrieden war. „Ich hatte ein Problem mit der Wadenmuskulatur. Deswegen war die Zeit völlig in Ordnung.” Der 32-Jährige trainiert derzeit für den Düsseldorf-Marathon. Dort soll er als Tempomacher die deutsche Spitzenläuferin Melanie Kraus zu einer Zeit um 2.30 Stunden ziehen, die für die Olympischen Spiele reicht.

Langsamster Mann im Feld war Peter Borsdorff, der ins Ziel kam, als die 1000 heißen Tee-Getränke schon an die Starter verteilt und die 100 Helfer der SG 99 schon mit dem Einpacken beschäftigt waren. Trotzdem freute sich der Mann, der für behinderte Kinder läuft. Bei der Siegerehrung im Foyer des Rathauses verkündete Borsdorff stolz, dass er jetzt 1000 Spenden im Rahmen seiner Aktion Running for kids verteilt hat. Das ist schon lange Rekord.
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