So manches Stück stimmt nachdenklich

Von: Bruno Elberfeld
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Das Weihnachtskonzert der jungen Musiker erfreute sich großer Beliebtheit. Foto: Elberfeld

Düren. Will man den Begriff Tradition steigern, so bietet sich der Begriff „Institution“ an. Ein gutes Beispiel für die Bezeichnung Institution ist das Weihnachtskonzert des „Jungen Orchesters Kreuzau“ mit dem „Jugendorchester“, das mit der Erweiterung durch das Streicherensemble der Musikschule zum „Jugendsymphonieorchester“ mutierte.

Vielen Menschen war die Qualität dieser Institution bewusst, denn schon eine halbe Stunde vor Konzertbeginn mussten Stühle geschleppt, um dem Besucherstrom gerecht zu werden.

Gründe für die Beliebtheit des Weihnachtskonzerts der Kreuzauer Musiker gibt es viele. Die Musiker des Jungen Orchesters Kreuzau (JOK) unter der Leitung von John Kikken, wie üblich im leuchtendem Outfit, präsentierten sich professionell, technisch versiert, exakt in ihren Einsätzen, einfühlsam in der Umsetzung der vielen musikalischen Botschaften, die die Komponisten in den einzelnen Stücken verborgen haben.

Vor dem Einmarsch der Musiker des JOK erklangen von der Tribüne der Marienkirche „Galliarde, Pavane D‘Angleterre sowie Basse Danse La Volunté“ von Claude Gervaise, arrangiert von Peter Reeve.

Das folgende Programm des Gesamtorchesters, dargeboten im Altarraum der Kirche, war eine bunte Mischung aus bekannten Weihnachtsliedern, marschmäßigen Kompositionen, rockigen Beiträgen, besinnlich, zum Nachdenken anregend, einfach für jeden etwas.

„Once in Royal David‘s City“ von Henry Gauntlett läutete das Hauptkonzert ein. „Do you hear what I hear“ von Noel Regney und Gloria Shayne kam geheimnisvoll und düster daher, verwandelte sich in Freude, dokumentiert durch breit angelegte Lautstärke, um dann in zartere Töne überzugehen, Zeit zur Besinnung. „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ von Karel Svoboda und „Rockin‘ around the Christmas Tree“ von Johnny Marks gaben dem Märchenhaften und Freudigen der Weihnacht eine Stimme.

Still wurde es im Kirchenraum bei „Stop the Cavalry“ von Jona Lewie. Es ist eine nachdenkliche Komposition, die das Leiden der Soldaten im Ersten Weltkrieg beschreibt. Willi Wink, der das Weihnachtskonzert mit besinnlichen Texten bereicherte, wurde hier konkret. „Denken wir an Maria und Josef, die mit dem Jesuskind eine Herberge gesucht haben“, erinnerte der Vorleser. Heute seien es Flüchtlinge, die in Deutschland Hilfe suchten.

Die Lieder zum Mitsingen kamen auch nicht zu kurz. Mit „Macht hoch die Tür“, „Tochter Zion“, „Süßer die Glocken nie klingen“ und „O du fröhliche“ konnten die Besucher ihre Sangeskunst beweisen. Eröffnet worden war das Konzert vom „Jugendorchester Kreuzau“ unter der Leitung von Ruth Kniprath. Es wurde – eine Premiere – erfolreich unterstützt vom Streicherensemble der Musikschule.

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