Düren - So eine Riege treuer Fans hat nicht jeder

So eine Riege treuer Fans hat nicht jeder

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Düren. Im Lager des Badminton-Zweitligisten 1. BC Düren steigt die Spannung merklich: Am Samstag um 15 Uhr tritt der Aufsteiger zum ersten Zweitliga-Heimspiel der Vereinsgeschichte an. Gegner ist BW Wittorf.

Weiter geht es schon einen Tag später: Dann ist der VfL Machen um 14 Uhr in der Sporthalle an der Zülpicher Straße zu Gast. Guido Jansen hat sich mit Nationalspielerin Sandra Marinello (26) über die kommenden Spiele und die Zweite Liga unterhalten.

Ihr Gegner zum Saisonauftakt war der BV Mülheim, der als Aufstiegsfavorit in die erste Liga gilt. Sie haben auswärts ein 4:4 geschafft. Wie stehen die Chancen am kommenden Wochenende?

Marinello: Wir haben zu Beginn der Saison die stärksten Gegner. Mülheim ist der Favorit der Liga. Da haben wir zwar auf einen Punkt gehofft, aber nicht unbedingt damit gerechnet. So ähnlich sieht das auch gegen Wittorf und Maschen aus. Wenn wir zwei Punkte aus den beiden Spielen holen, dann wäre das völlig in Ordnung. Vielleicht ist auch ein Sieg drin. Aber ich will da lieber vorsichtig sein.

Lisa Heidenreich, die Düren im Damen-Einzel vertritt, spielt ein Turnier in Tschechien und fällt am Wochenende möglicherweise aus. Ist das ein Problem?

Marinello: Ja, dann müssen wir schon große Abstriche machen. Wir haben keine Dame, die sie ersetzen kann. Bei den Männern sind wir etwas dichter besetzt. Da könnten wir einen Ausfall eher kompensieren.

Können Sie nicht in die Bresche springen?

Marinello: Ich habe seit dem Beginn meiner Senioren-Zeit mit 19 Jahren eigentlich kein Einzel mehr gespielt, sondern mich auf Doppel und Mixed konzentriert, weil ich da meine Stärken sehe. Wir müssen abwarten, wie wir die Mannschaft am Wochenende aufstellen werden.

Ist der Sprung von der Regionalliga in die zweite Liga groß?

Marinello: Ja, der ist schon enorm. Auch wenn wir die Regionalliga beherrscht haben, bedeutet das lange nicht, dass wir in der Zweiten Liga locker zurecht kommen. Wir müssen da schon ans Limit gehen. Der Sprung in die erste Liga ist allerdings noch größer. Dafür würde es mit der jetzigen Mannschaft wohl nicht reichen.

Was zeichnet Sie als Mannschaft aus?

Marinello: Wir sind als Team sehr harmonisch. Wir unterstützen uns gegenseitig. Dass wir nicht zusammen trainieren, ist im Badminton normal. Die starken Spieler trainieren alle an den Stützpunkten und nicht im Verein. Wir freuen uns immer auf die Spieltag. Wir haben einen Mannschaftsbus, mit dem wir und die Fans zusammen zu den Spielen reisen. Das bringt eine sehr positive Stimmung. Und das ist wichtig.

Ihr Vorsitzender Rolf Pütz lobt die Fan-Szene in Düren immer. Wie beurteilen Sie die Stimmung?

Marinello: Die ist wirklich sehr gut. Dass wir eine Fanriege haben, die uns so unterstützt, ist im Badminton nicht unbedingt üblich. Es gibt Bundesliga-Spiele, die vor 20 Zuschauern stattfinden. Beim ersten Spiel in Mülheim hat der Bus aus Düren dafür gesorgt, dass die Hälfte der Zuschauer uns die Daumen gedrückt hat.

Ist es für Sie als Nationalspielerin ein Problem, dass Sie in der Zweiten Liga spielen? Das Niveau eine Etage höher ist schließlich besser.

Marinello: Meine Entscheidung, nach Düren zu wechseln und erst Regionalliga und jetzt Zweite Liga zu spielen, war rein privater Natur. Ich wollte mehr Zeit mit meinem Freund (David Washausen) verbringen. Jetzt spielen wir für Düren das Mixed. Einen sportlichen Nachteil habe ich deswegen nicht. Ich spiele etwa zwölf internationale Turniere pro Jahr. Da habe ich genug Wettkampf auf höchstem Niveau.
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