Niederzier - Skulpturen unter dem Titel „Handgeschaffene Poesie”

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Skulpturen unter dem Titel „Handgeschaffene Poesie”

Von: dol
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Bürgermeister Hermann Heuser (links) eröffnete jetzt im Niederzierer Rathaus eine Ausstellung mit Werken der Bildhauerin Peggy Kanacher. Kurztexte von Autor Bernd Wollersheim (rechts) rundeten die Eröffnung ab. Foto: Simone Dolfus

Niederzier. Der Mensch in all seinen Facetten und im Zusammenspiel mit Raum und Zeit steht im Mittelpunkt des Schaffens der Oberzierer Bildhauerin Peggy M. Kanacher. In einem sehr aufwändigen Wachsausschmelzverfahren schafft sie bronzene Skulpturen, deren Intention es ist, zunächst den Blick nach innen zu richten.

Unter dem Titel „Handgeschaffene Poesie” präsentierte sie nun im Atrium des Niederzierer Burggebäudes eine Auswahl ihrer Skulpturen.

Bürgermeister Hermann Heuser begrüßte die Künstlerin, ihre Familie und einige Kunstfreunde zur Eröffnung der Ausstellung. „Ausgangs- und Beziehungspunkt ihrer Kunst ist fast immer der Mensch, sowohl als vornehmliches Objekt ihrer Darstellung wie auch als formgebendes, sich ausdrückendes Subjekt”, erläuterte Heuser in seiner Ansprache.

Aus Sicht des Wissenschaftlers, der bereits mit Peggy Kanacher zusammengearbeitet hat, schilderte Prof. Dr. Detlev Ströver vom Forschungszentrum Jülich, mit welcher Technik die Künstlerin es versteht, durch die Bearbeitung der bronzenen Oberfläche etwas Einmaliges zu schaffen.

Hightech-Methoden

Als Beispiel nannte er die „Denkdriten” - eine Reihe von identischen Figuren, die sich einzig durch die Beschaffenheit ihrer Oberfläche unterscheiden: Titan, Keramik, Kupfer. Außerdem hat Peggy Kanacher Hightech-Methoden ausprobiert, die sonst zur Beschichtung von Gasturbinen verwendet werden.

Ihre Skulpturen leben vom Ausdruck des Ganzen. So setzt sie je nach Intention verschiedene Materialien - Marmor, Glas, belgischer Granit oder Vulkanbasalt - zur Gestaltung des Skultpurensockels ein, der stets eine Rolle für das Gesamtkonzept spielt. So zum Beispiel bei der entspannt auf einer beigefarbenen Marmorkugel ruhenden Figur, die den Titel „Entspannte Präsentation” trägt. Zu dieser Skulptur und einigen anderen trug der Autor Bernd Wollersheim an diesem Abend einige seiner Texte vor.

Er hatte sie aus seiner Sicht passend zu den Figuren ausgewählt, beispielsweise las er zur „Entspannten Präsentation” eine Kurzgeschichte mit dem Titel „Blaulichter” oder wagte einen „Ausblick” zum Kanacher-Werk „Blick in die Zukunft/in die Vergangenheit”.
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