Skatturnier für Blinde und Sehbehinderte

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Klaus Zähringer kann sein Ska
Klaus Zähringer kann sein Skat-Blatt aus ein paar Zentimetern Entfernung gerade noch erkennen. Foto: Dietmar Engels

Düren. Können blinde oder stark sehbehinderte Menschen Skat spielen? „Na klar, warum auch nicht?”, sagt Klaus Zähringer. Er muss es wissen: Er kann kaum etwas sehen und spielt für sein Leben gern Skat - alle zwei Wochen mit normal Sehenden beim Club „Herz Dame” in Zülpich.

Und er organisiert jetzt ein Skatturnier, an dem Blinde und Sehbehinderte aus ganz Deutschland teilnehmen können. Klaus Zähringer ist Skatbeauftragter des Blinden- und Sehbehindertensportvereins (BSSV) Rhein-Erft-Kreis e.V..

Das Turnier vom 5. bis zum 7. Oktober in „Dürens Post Hotel” ist das sechste seiner Art. Bis zum 3. September nimmt der Organisator noch Anmeldungen entgegen - telefonisch unter 0173/2761987 oder 02421/959531.

Mitmachen können (und sollen) auch Menschen ohne Sehbehinderung; es muss ja schließlich jemand die Punkte notieren. Gespielt werden drei Runden zu je 48 Spielen: Am Freitag ab 19.30 Uhr sowie am Samstag ab 9 Uhr und ab 14 Uhr.

Die Spielkarten mit dem gewohnten Aussehen (französisches Bild) sind Symbolen aus fühlbaren Punkten markiert, die auf einer durchsichtigen Folie eingeprägt sind. Die Symbole - jeweils zwei pro Karte - geben Aufschluss über die Kartenfarbe und den Kartenwert. So bedeutet etwa ein kleiner Kreis Pik und und ein waagerechter Strich Karo. Ein senkrechter Strich markiert ein As, zwei kleine Kreis übereinander stehen für den König.

Gespielt wird nach den Regeln des Deutschen Skatverbandes - mit der Ergänzung, dass jede ausgelegte Karte angesagt wird. Klaus Zähringer kann sein Blatt mit Mühe erkennen, wenn er es nahe an die Augen führt. Das Turnier in Düren wird von der Sparkasse, dem Berufsförderungswerk Düren und dem Arbeitsring anerkannter Blindenwerkstätten unterstützt. Bei Letzterem ist Klaus Zähringer als Telefonist tätig. Er hat beim Berufsförderungswerk eine dreijährige Ausbildung absolviert.

Die Sponsoren ermöglichen es, dass niemand bei dem Turnier ganz leer ausgeht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen ein Startgeld von 15 Euro zahlen, das ohne Abzug wieder in Form von Medaillen und Geldpreisen für die Turnierbesten.

Für Auswärtige hat Zähringer eine Unterbringungsmöglichkeit im Turnierhotel arrangiert. Es können auch Führhunde mitgebracht werden. Der Organisator erteilt zu den Einzelheiten gerne Auskünfte. Die Ausschreibung mit allen Details kann aber auch auf der Internetseite des ausrichtenden Vereins eingesehen werden (http://www.bssv-online.org). Auch in der Zeitschrift „Gegenwart” sind die Teilnahmebedingungen (in Blindenschrift) zu finden.
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