Singen in einer ganz besonderen Gemeinschaft

Von: kin
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Langerwehe. „Dieser Chor bedeutet für uns viel mehr als nur gemeinsames Singen. Er bedeutet auch eine intakte Gemeinschaft, in der einer dem andere hilft, in der getröstet und sich gefreut wird.“ Frenny Simons ist Vorsitzender des Langerweher Gospelchores „Joy of Gospel“, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum feiert. Und was als Workshop der Musikschule Langerwehe 2004 doch ziemlich klein begonnen hat, hat sich im Laufe der Jahre zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt.

Etwa zehn Auftritte absolviert der Chor pro Jahr – (fast) immer in Kirchen und immer für einen guten Zweck. Höhepunkte im Chorjahr sind ohne Zweifel das große Festival „Gospel meets Gospel“ im Garten des Töpfereimuseum und das Jahreskonzert in der Pfarrkirche in Schlich. Größter Einschnitt in der Geschichte des Chores waren die Trennung von der Bläservereinigung Merode, Träger der Langerweher Musikschule, und der Wechsel der Chorleitung.

Frenny Simons: „Wir waren auf einmal zu viele, um noch Teil der Langerweher Musikschule zu sein. Deswegen haben wir vor vier Jahren einen eigenen Verein gegründet.“ Fast parallel hat auch Nikolaus Schlenker sein Dirigat niedergelegt. Und mit seiner Nachfolgerin Onita Boone hat auch „Black Gospel“ bei der Langerweher Singgemeinschaft Einzug gehalten. „Wir waren musikalisch gut vorbereitet, aber wir haben plötzlich ohne Noten gesungen. Das war schon eine Umstellung. Aber es hat sich gelohnt, dass wir uns auf dieses Wagnis eingelassen haben.“

„Black Gospel“, so die Verantwortlichen des Chores, gehe gar nicht mit Noten. Bettina Merzenich, stellvertretende Vorsitzende: „Die Musik ist viel zu individuell und spontan.“ Vor zwei Jahren haben Darnita und Kirk Rogers die Leitung des Chores übernommen – immer noch mit dem Schwerpunkt auf „Black Gospel“. „Weil wir einfach in dieser Richtung weiterarbeiten wollen“, so Frenny Simons.

Eine kleine Richtungsänderung gibt es für die knapp 80 Chormitglieder zwischen 26 und 70 Jahren, die mittlerweile aus dem gesamten Kreis Düren und sogar aus Simmerath kommen am Freitag, 19. Dezember. Simons: „Die ‚Paveier‘ aus Köln haben bei uns angefragt, ob wir sie bei ihrer ‚Kölschen Weihnacht‘ in der Festhalle Weisweiler mit zwei Liedern unterstützen können.“ Man habe lange überlegt, ob das wirklich klappen kann. „Aber wir versuchen es einfach“, so der Chorvorsitzende, „und singen zwei Weihnachtslieder auf Kölsch.“ Der außergewöhnlichen Chorgemeinschaft wird das vermutlich keinen Abbruch tun, im Gegenteil.

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