Sie sind die Besten im Retten und Helfen

Von: Margret Vallot
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Wie es sich für ein Top-Team gehört, tragen alle die gleichen T-Shirts: Die siegreichen Kinder und Jugendlichen vom Jugendrotkreuz Hürtgenwald mit ihren Betreuern Sandra Vahsen (2.v.r.) und Angelika und Manfred Holzportz (Mitte). Foto: Margret Vallot

Hürtgenwald. „So sehen Sieger aus” denkt man automatisch, wenn man im Feuerwehrhaus von Hürtgen in die blitzenden Augen der munter plaudernden Kinder und Jugendlichen blickt, die jetzt aus Meschede mit einem Titel zurückgekommen sind. Die „DN” waren zu Gast bei der Jugendrotkreuzgruppe Hürtgenwald, denn diese Gruppe hat eine tolle Leistung vollbracht.

Sportler und Wissenschaftler werden oft für ihre Leistungen wie selbstverständlich geehrt. Aber was ist, wenn man spitze ist im Retten von Menschen, die böse verunfallt sind?

Die zehn Jugendlichen sind zwischen 12 und 15 Jahre alt und haben sich seit März auf den Wettbewerb vorbereitet. Nur sechs Gruppen aus ganz NRW hielten sich schließlich für so fit, dass sie sich dem Wettbewerb stellten. Die Hürtgenwalder konnten sich gegen zum Teil deutlich ältere Jugendliche durchsetzen. Als Beste.

In Meschede stellten eigens dafür ausgebildete und lebensecht geschminkte Mimen die Verletzten dar. Was tut man mit jemand, dem eine Glasscherbe in der Hand steckt, der daraufhin einen Schock erleidet und dann noch das Bewußtsein verliert? Oder mit jemand, der bei einem Fahrradunfall Schürfwunden und einen Knöchelbruch erleidet?

Die Eifeler Jugendrotkreuzler wussten bestens Bescheid, und zwar sowohl bei den Einzel-, als auch bei den Gruppenprüfungen. Sie unternahmen beim Verdacht auf Gehirnerschütterung genau das Richtige, konnten bei Herzinfarkt optimal helfen und für Wiederbelebung sorgen. Nur beim Thema Aids und Hiv hakte es, was aber das Endergebnis nicht schmälerte. „Aids - für das Thema sind sie noch zu jung”, sagt Manfred Holzportz, der bei der Gruppe Busfahrer und Hausmeister, schlicht „Mädchen für alles” spielt.

Gruppenleiterin ist seine Frau, Angelika Holzportz. Und die hat für die „Ausbildung” der Gruppe viele Stunden investiert. Denn geprüft wurden die Freiwilligen auch zum Thema „Migration” und „Migrationshintergrund”, wo sie mit theoretischem Wissen glänzten. Bei der im Vorfeld geforderten „Präsentation eines Landes” auf einer Bühne hatte man sich für Indien entschieden.

Vom 10. bis zum 12. September werden in Sachsen-Anhalt die Sieger der einzelnen Länder gegeneinander antreten, um ihren Bundessieger zu ermitteln. Die Hürtgenwalder haben beschlossen: Wir machen weiter. „In zwei Wochen fangen wir mit den Vorbereitungen an”, sagt Manfred Holzportz und alle nicken.
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