Düren - Sie schaffen es am Ende doch

Sie schaffen es am Ende doch

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Am Ende ihrer Ausbildung: Vier junge Männer wurden von den IHK-Sachverständigen geprüft. Foto: Jansen

Düren. Neun junge Menschen sind einen langen Weg gegangen. Bevor sie vor zwei Jahren eine Ausbildung beim Berufsförderungswerk Düren (BFW) begonnen haben, hat in ihrem Leben nicht viel funktioniert. „Sie hatten sehr schlechte Eingangsbedinungen”, schilderte Peter Mathar, der im BFW der Teamleiter für das Ausbildungsprojekt war.

Die jungen Menschen seien in einem schwierigen, teilweise sehr bildungsfernen Umfeld aufgewachsen. Alkohol, Drogen, häusliche Gewalt und die fehlende Bereitschaft, sich einem geregelten Tagesrythmus anzupassen waren die Probleme. Bei einem Projekt des NRW-Arbeitsministeriums haben vor zwei Jahren insgesamt 100 Menschen eine Ausbildung bei zehn verschiedenen Bildungsträgern begonnen. Einer dieser Träger ist das BFW.

Von den zehn Auszubildenden haben neun bis zu den Abschlussprüfungen durchgehalten. Jetzt finden die Prüfungen statt. Am Freitag waren die vier angehenden Teilezurichter an der Reihe. Den praktischen Teil der von der Industrie- und Handelskammer abgenommenden Prüfung haben alle Vier bestanden. In der Theorie stehen demnächst zwei Nachprüfungen an. „Sie haben es aber schon einmal geschafft, dass sie zu den Prüfungen zugelassen worden sind”, schilderte Mathar einen Erfolg auf dem Weg in das Arbeitsleben und letztlich in die Gesellschaft.

Schließlich seinen grundsätzliche Dinge im Umgang mit Menschen für die jungen Leute lange nicht selbstverständlich gewesen. Beispielsweise, weil Gewalt zu oft eine Lösung war. „Am Anfang war das ein Kampf”, blickt Dieter Micheel, der das Projekt als Sozialpädagoge begleitet hat, auf den Beginn zurück. Mischeel war oft als Feuerwehrmann und Krisenmanager gefragt.

Einige der Auszubildenden seien mehrfach bei den Koperationsbetrieben, in denen der praktische Teil stattgefunden habe, entlassen worden. „Das war sogar ganz lehrreich”, schilderte Mischeel.

Die Arbeit hat sich für Micheel und Werner Sieben, der für den handwerklichen Teil der Ausbildung verantwortlich war, ausgezahlt. „Man hat gemerkt, dass unsere Auszubildenden irgendwann richtig stolz waren, als sie gemerkt haben, dass sie etwas können”, so Micheel.

Neben den vier Teilezurichtern befinden sich derzeit fünf weitere Auszubildende in der Prüfungsphase. Einige der ehemaligen Problemkinder haben bereist eine Anstellung gefunden. „Damit war am Anfang nicht zu rechnen”, freute sich Mathar über diesen Erfolg. Das Projekt wird übrigens fortgesetzt. Dieser Tage hat der dritte Jahrang seine Ausbildung begonnen.
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