Düren - Sie haben die Wahl! Mehrfach.

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Sie haben die Wahl! Mehrfach.

Von: Ingo Latotzki
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Wahlplakate, ob für Europa- oder Kommunalwahl, sind wieder häufiger an den Straßen in Düren zu sehen (unser Bild entstand an der Stürtzstraße). Am 25. Mai wird gewählt, gleich mehrfach. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Sie haben die Wahl. Am 25. Mai werden in den Städten und Gemeinden die neuen Räte gewählt, zudem der Kreistag und in Kreuzau und Heimbach auch neue Bürgermeister. Gleichzeitig findet am letzten Sonntag im Mai auch die Europawahl und außerdem die Wahl zum Integrationsrat, in dem sich hauptsächlich Bürger mit ausländischen Wurzeln in die politische Arbeit in Düren einbringen können.

Bei der Kommunalwahl geht es darum, welche Partei oder Bündnisse in Zukunft die Richtung vorgeben. Die neuen Räte werden nicht wie sonst für fünf, sondern für sechs Jahre gewählt. Der Grund: Die Wahl der hauptamtlichen Bürgermeister und Räte soll wieder an einem Tag stattfinden. Bisher war diese Wahl getrennt. Deshalb wird in Düren und den meisten anderen Kommunen im Kreis der Bürgermeister turnusmäßig auch erst im nächsten Jahr neu gewählt – dann für fünf Jahre, so dass 2020 kommunale Parlamente und Bürgermeister wieder gleichzeitig gewählt werden. Die amtierenden Bürgermeister hatten jedoch die Möglichkeit, schon jetzt anzutreten, also ein Jahr vor dem eigentlichen Termin. Bei einer Wiederwahl wären sie sechs Jahre im Amt. In Kreuzau und Heimbach stellen sich die Amtsinhaber nicht mehr zu einer Wiederwahl; sie stellen ihre Posten deshalb schon jetzt zur Verfügung.

Direkt gewählt

Die Bürgermeister und der Landrat werden direkt von den Menschen gewählt, anders als Bundeskanzler oder Ministerpräsident. Die Räte werden je zur Hälfte aus Direktkandidaten in den Wahlbezirken und über die Reservelisten der Parteien gebildet. Für beide Verfahren steht den Wahlberechtigten eine Stimme zur Verfügung. Damit wählen sie einen Kandidaten in ihrem Wahlbezirk und gleichzeitig auch dessen Partei oder Vereinigung. Wer die meisten Stimmen in einem Wahlbezirk hat, ist direkt in den Rat gewählt.

Die Zahl der Kandidaten, die über die Liste ins kommunale Parlament einzieht, hängt von der Gesamtstimmenzahl der Partei ab. Erhält eine Partei beispielsweise 35 Prozent aller Stimmen, stehen ihr rund 35 Prozent der Listenplätze zu. In Düren ziehen 25 Politiker über diese Liste in den Rat ein, 25 werden in den Wahlbezirken direkt gewählt. Bei der Wahl im Herbst 2009 kam die 46,3 Prozent und 23 Sitze. Die SPD verbuchte 28,3 Prozent und 14 Sitze. Zunächst gingen die Christdemokraten mit der FDP (3 Mandate) ein Bündnis ein. Die Zusammenarbeit zerbracht allerdings 2012 – und damit auch die Mehrheitsverhältnisse im Rat. Wie es nach dem 25. Mai aussehen wird, ist kaum zu prognostizieren. SPD, Grüne und FDP kündigten an, nach der Wahl zusammenarbeiten zu wollen, betonen aber, im Wahlkampf als eingenständig wahrgenommen werden zu wollen. Die CDU spekuliert auf eine absolute Mehrheit und wären damit auf keinen Partner angewiesen. Einige kleinere Vereinigungen kandidieren zudem. Die Mehrheitsverhältnisse im nächsten Rat werden auch von ihnen abhängen. Angemerkt

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