Düren - Senior fährt ständig ohne Führerschein und hortet Waffen

alemannia logo frei Teaser Freisteller

Senior fährt ständig ohne Führerschein und hortet Waffen

Von: mv
Letzte Aktualisierung:

Düren. Es gibt Dinge, die darf man einfach nicht haben. Dazu gehören bestimmte Waffen. Als es 2009 bei einem Kaufmann eine Hausdurchsuchung gab, wurden Waffen gefunden, die nur die Bundeswehr in ihrem Besitz haben darf.

Am Donnerstag musste sich der Waffennarr in Düren deshalb vor Gericht verantworten.

Der Mann (62) sitzt in Aachen im Gefängnis. Und zwar, das fand auch Richter Hans-Georg Wingen kurios, wegen vielfachen Fahrens ohne Führerschein. Seit 2001 wurde er jedes Jahr mindestens einmal, teilweise auch mehrmals, von der Polizei hinter dem Steuer eines Autos - aber ohne Führerschein - angetroffen. Im Januar 2008 war Schluss, der Senior erhielt eine Haftstrafe auf Bewährung. Doch der Angeklagte fuhr weiter, musste 2010 hinter Gitter.

Die Monate der Haft hätten ihn sehr nachdenklich gemacht und beeindruckt, beteuerte der Mann. Aber dass er gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen hatte, wollte er nicht so recht zugeben, obwohl ihm der Richter goldene Brücken baute und meinte, mit einem klaren Geständnis könne er sich selbst einen Gefallen tun.

Die Polizei hatte „eine Flinte, einen Schalldämpfer, zwei Revolverläufe und jede Menge Leuchtkugelmunition gefunden”, wie der Richter erklärte. Schlimmer: Der Angeklagte sei im Besitz von Waffen gewesen, obwohl er schon 2003 wegen unerlaubtem Besitz von Waffen einmal verurteilt wurde. Schriftlich hatte ihn sogar einmal der Landrat des Kreises Düren aufgefordert, bis zum 30. April 2007 alle Waffen, die er noch besitze, bei der Polizei abzugeben. Dem war er nicht nachgekommen.

Vom Vater übernommen, unter einem Holzstapel gefunden, am Schießstand erhalten... der Mann, ein ehemaliger Jäger, suchte nach Erklärungen und wollte sich als minder schuldig darstellen. Er konnte aber weder den Staatsanwalt noch das Gericht überzeugen.

Der Staatsanwalt forderte, der Angeklagte müsse alles in allem noch zwei Jahre hinter Gitter. Das Schöffengericht hingegen zeigte Milde, verhängte eine Strafe von zwei Jahren auf Bewährung und meinte, dass der Mann noch wegen der anderen Taten bis Februar 2012 im Gefängnis verbringen müsse, reiche aus als Gesamtbestrafung.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert