Sekundarschule Inden: Neuer Anlauf 2012

Von: ahw
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Inden. Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben ist bei der Gemeinde Inden das Thema Sekundarschule. In der jüngsten Ratssitzung schlug Bürgermeister Ulrich Schuster vor, zu diesem Thema keinen Beschluss zu fassen, da die zuständigen Dezernenten bei der Bezirksregierung in Köln signalisiert hätten, dass der Antrag auf Einrichtung einer Sekundarschule wohl nicht genehmigt würde.

Der Grund sind Probleme der kleinen Gemeinde, 75 Anmeldungen nachzuweisen, die für die Einrichtung dieser neuen Schulform notwendig sind. „Der bisher geführte Nachweis wird nicht als ausreichend erachtet”, zog der Bürgermeister einen ernüchterndes Fazit, das so oder ähnlich auch für andere kleine Standorte im ländlichen Raum gelte.

Doch Ulrich Schuster und sein Stellvertreter Heinrich Unterberger hatten auch eine gute Nachricht aus Köln mitgebracht, die sie beflügelt, Anfang des Jahres einen neuen Anlauf zu starten: So ist es offenbar künftig möglich, die Elternbefragung auf das gesamte Einzugsgebiet der Schule auszudehnen, sofern die betreffende Kommune ihr Einverständnis erklärt. Inden wäre damit dann nicht mehr, wie bei der jüngsten Fragebogenaktion, aufs Gemeindegebiet beschränkt, sondern könnte auch die Eltern aus angrenzenden Kommunen zu ihrer voraussichtlichen Schulwahl für ihre Sprösslinge befragen, um das Potenzial einer Sekundarschule Inden besser abzuschätzen. Bis dahin gelte es, „die hervorragende Arbeit der Hauptschule weiterzuführen”, blickt der Bürgermeister optimistisch nach vorn.

Die Indener Gebührensätze fürs kommende Jahr sind vom Gemeinderat in einem „Kurzmarathon”, so Bürgermeister Schuster, in der Regel einstimmig verabschiedet worden.

Steigerung um 150 Prozent

Ausnahme waren die Gebühren für den Winterdienst, wobei Hella Rehfisch (Bündnisgrüne) reklamierte, dass die Erhöhung um 150 Prozent übertrieben sei. Die ursprünglich vorgesehenen 70 Cent pro laufendem Meter reichten auch aus. Josef Johann Schmitz (SPD) verteidigte die Festsetzung, da Inden als HSK-Kommune auf diese Weise das Defizit stärker abbaue. Und: „Keiner weiß, wie der nächste Winter wird.” Herbert Schlächter (UDB-Fraktion) schlug in diesem Zusammenhang vor, beim Winterdienst die Berechnungsgrundlage zu überdenken - etwa die Zahl der Haushaltsangehörigen statt der Straßenfront in Metern.

Außerhalb der unten abgedruckten Übersicht bleiben die Gebühren für das Friedhofs- und Bestattungswesen konstant.
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