Radarfallen Blitzen Freisteller

Sekundarschule: In Kleinhau muss neu überlegt werden

Letzte Aktualisierung:
Hier sollen einmal Sekundarsch
Hier sollen einmal Sekundarschüler ein und aus gehen. Wann dies der Fall sein wird, ist weiter ungewiss. Foto: Margret Vallot

Hürtgenwald. „Die Sekundarschule ist geplatzt.” Diese traurige Kunde bezieht sich auf die Sekundarschule Monschau/Simmerath/Hürtgenwald und erreichte die „DN” am Dienstag von Düsseldorf aus.

Tags zuvor war Bürgermeister Axel Buch mit den Kollegen aus Monschau und Simmerath in die Landeshauptstadt gereist, um sich dort mit der Landtagsabgeordneten Sigrid Beer (Grüne) zu beraten.

Zum Ergebnis des Gesprächs teilte Beer kurz und knapp mit: „Ich äußere mich nicht.” Auch Buch war am Dienstag nicht zu erreichen. Die CDU-Fraktion hatte zunächst noch nichts von der neuen Wendung im Fall Sekundarschule erfahren und konnte die Angelegenheit erst in ihrer Fraktionssitzung am Abend beraten.

Die seit Monaten geplante Sekundarschule an drei Standorten wird es gleichwohl nicht in der Form geben, wie sie bisher geplant worden ist. Schließlich bestätigte dies die Monschauer Bürgermeisterin Marga Ritter. Geplant war eine Schule mit je zwei Zügen in Kleinhau, Simmerath und Monschau. Eine Sekundarschule muss allerdings einen Hauptstandort haben, und der muss mindestens dreizügig sein. Drei Mal zwei Züge sind nicht gestattet, offenbar auch nicht als Ausnahmeregelung.

Von Anfang an hatten Lehrer der Hauptschule und der Realschule in Kleinhau Zweifel an dem Projekt geäußert. Man hatte gegenüber dem Rat der Gemeinde und besonders gegenüber dem Bürgermeister schriftlich und auch in Gesprächen Einwände erhoben. Aber Buch und die CDU-Mehrheit im Rat hatten immer an dem Modell festgehalten: eine Schule an drei Standorten mit jeweils zwei Zügen - zusammen mit den genannten Kommunen und nicht mit Kreuzau.

Die Projektgruppe „Biregio” hat mehrfach in ihren Untersuchungen und auch im Gespräch mit den „DN” durchblicken lassen, dass es für eine Sekundarschule in Hürtgenwald/Monschau/Simmerath an Kindern fehlen könnte, selbst, wenn man noch Kinder aus Roetgen einbezieht. Die Fachleute können belegen, dass es in der Eifel eine zunehmende Tendenz gibt, Kinder aufs Gymnasium zu schicken. Dies mehr noch als in Düren Aachen und anderen Städten. Auch rechnen die Forscher mit sinkenden Geburtenraten.

Der Rat möchte Kleinhau als Schulstandort unbedingt erhalten. Doch das scheint nur als Angliederung an einen Hauptstandort möglich zu sein. Auf den müssen sich jetzt Monschau und Simmerath einigen. (mv)

e_SRit ? Angemerkt
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert