Seit über 20 Jahren Weihnachtskrippen gebaut und gesammelt

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
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Eine der kleinsten Krippen von Franz-Josef Brandenburg passt in eine Streichholzschachtel. Foto: S. Kinkel
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Die kleine Krippe gehört auch zur Sammlung der Brandenburgs.

Nideggen. Krippen haben Franz-Josef Brandenburg aus Nideggen schon immer fasziniert. „Wir hatten schon zu Hause in Monschau eine Krippe, die so groß war, dass ein Teil des Zimmers ausgeräumt werden musste, wenn mein Vater die Krippe aufbaute“, sagt der pensionierte Rektor der Grundschule in Embken. „Und diese Leidenschaft ist mir einfach erhalten geblieben.“

Franz-Josef Brandenburg baut Krippen, vor allen Dingen sammelt er sie aber auch. Es vergeht kein Tag, an dem er nicht im Internet auf die Suche nach neuen Objekten geht. „Nach der Geburt meiner Kinder habe ich in den 70er Jahren wieder angefangen, eigene Krippen zu bauen.“ Als Lehrer der Nideggener Hauptschule hat er 1981 mit Schülern eine große Krippe selbst gebaut. „Das war allerdings eine Problemkrippe“, so Brandenburg. „Mit Alkoholikern, Drogenabhängigen und Arbeitslosen.“

Am liebsten sind Franz-Josef Brandenburg die Krippen, die etwas Besonderes darstellen. „Also solche, die nicht einfach orientalisch oder alpenländisch sind.“ Franz-Josef Brandenburg erinnert sich zum Beispiel an eine Krippe aus Plätzchenteig, die wie ein Lebkuchenhaus ausgesehen hat, an eine gestrickte, die seine Frau Doris einmal gemacht hat, oder solche aus Legosteinen.

Mittlerweile hat Franz-Josef Brandenburg Krippen aus der ganzen Welt, die kleinsten passen in eine Walnussschale oder eine Streichholzschachtel. „Unser ganzes Haus“, schmunzelt Franz-Josef Brandenburg, „ist voller Krippen. Wir haben bestimmt an die tausend Teile.“ Die meisten stehen im Haus der Brandenburg in Vitrinen, an Weihnachten baut Doris Brandenburg immer nur eine im, Wohnzimmer aus. „Und zwar immer eine andere“, erzählt sie.

Das Sammeln, so der große Krippen-Freund, mache ihm großen Spaß. „Wir wollen damit aber auch anderen Menschen ein Stück vom Weihnachtsgefühl weitergeben. Krippen strahlen Ruhe und Frieden aus. Und für uns haben sie natürlich auch eine große religiöse Bedeutung.“

Doris und Franz-Josef Brandenburg wollen mit ihrer Krippenleidenschaft auch Gutes tun. Bereits zum neunten Mal hat in diesem Jahr in Nideggen eine große Krippenausstellung stattgefunden, am Samstag, 1. Dezember, startet in der Herzogstadt der vierte Nideggener Krippenweg. „Aus persönlichen Gründen“, so Brandenburg, „bitten wir dann immer um Spenden für die Hospizgesellschaft.“ Über 2000 Euro sind so schon zusammen bekommen.

Der Nideggener Krippenweg hat sich in diesem Jahr rund 50 Stationen. Zu bestaunen sind die verschiedenen Krippen, die zum allergrößten Teil aus der Sammlung von Doris und Franz-Josef Brandenburg stammen, in Fenstern von Geschäften, Cafés, Restaurants, Privathäusern und anderen öffentlichen Einrichtungen.

Doris und Franz-Josef Brandenburg haben wie immer passend zum Krippenweg einen eigenen Stadtplan erstellt, der bei der Geschäftsgemeinschaft Nideggen, Am Eisernen Kreuz, 52385 gegen Einsendung eines mit 55 Cents frankierten Rückumschlag bestellt werden kann.

Alle 300 Krippen-Stadtpläne sind ziemlich schnell verteilt.

Die Krippen können bis Ende des Jahres bewundert werden.

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