Düren - Seemanns-Sound von „Santiano“ sorgt für Stimmung in der Arena

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Seemanns-Sound von „Santiano“ sorgt für Stimmung in der Arena

Von: Kristina Wollseifen
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Die Gruppe Santiano spielte bei dem Konzert in der Düren Arena beliebte Hits wie „Frei wie der Wind“ und „Es gibt nur Wasser“. Foto: Kristina Wollseifen

Düren. Tosendes Meeresrauschen und eine dröhnende Schiffshupe schallen durch die Halle. Die Bühne gleicht einem Schiff mit gehissten Segeln und einem Tauwerk. All das gab den Zuschauern schon vor Beginn des Konzerts einen kleinen Vorgeschmack auf das, was sie in den nächsten zwei Stunden erwarten würde.

Kräftiger nordischer Sound – und zwar von der beliebten deutschen Band „Santiano“, die momentan mit ihrer „Bis ans Ende der Welt“-Tour, die Konzertsäle füllt.

Die Nordmänner aus dem Flensburger Raum, die für ihre Musik mit dem Echo in der Kategorie Volksmusik ausgezeichnet wurden, haben auf ihrer Tour auch Station in der Arena Kreis Düren gemacht. Gepaart mit einer großen Portion Moderne spielen sie neben traditionellen Volksliedern und Seemannschören auch Rock ‚n‘ Roll, Popmusik und Irish Folk. Damit sorgen sie unter den Zuschauern von Anfang an für eine ausgelassene Stimmung.

Direkt zu Beginn singen sie zwei ihrer bekanntesten Hits: „Santiano“ und „Frei wie der Wind“ lassen das Stimmungsbarometer sofort nach oben schnellen. Zu jedem Song erzählt Björn Both eine Geschichte. So steht „Santiano“ für das Schiff, das von gekenterten Seeleuten aus den Bruchteilen ihrer alten Schiffe wieder zusammengebaut wurde. Die besagten Seeleute sind dabei niemand geringeres als die Bandmitglieder Björn Both, Peter David Sage, Hans-Timm Hinrichsen und Axel Stosberg. Das fünfte Mitglied, Andreas Fahnert, fiel krankheitsbedingt aus.

Perfekt aufeinander abgestimmt

Getaucht in rotes, blaues und orangenes Licht tanzen und springen die Musiker über die Bühne und präsentieren eine aufwendig gestaltete Show, in der Performance, Ausstrahlung und die Songs perfekt aufeinander abgestimmt sind. Wechselnde Projektionen von einem Sternenhimmel, einer vergilbten Landkarten oder des Meers auf die weißen Segel des Bühnenbildes schmücken die Songs bildreich aus.

Auf die Unterstützung des Publikums kann die Band immer setzen. Gerade bei „Es gibt nur Wasser“ ersetzt die Textsicherheit der Zuschauer den kraftvollen Gesang der Musiker. Die tiefen und rauen Stimmen aus dem Norden der Republik können aber noch viel mehr, als wilde und schnelle Seemannslieder zu singen.

Sie schaffen es, die einprägsamen Rhythmen und Melodien auch auf die langsameren Balladen zu übertragen. „Weit übers Meer“ oder „Der Wind ruft meinen Namen“ beinhalten emotionale Texte, die mit einem Hauch von Sehnsucht und Leidenschaft angereichert sind. Nach diesen kleinen Verschnaufpausen hält es aber spätestens bei ihren Irish-Folk-Hits „Whiskey“, „Diggi Liggi Lo“ und „Irish Rover“ keinen mehr auf den Stühlen.

Vom Fieber gepackt

Zum Takt der Musik wurde getanzt, geklatscht und geschunkelt. Soli am Schlagzeug oder an der Geige von Peter David Sage und außergewöhnliche Einlagen wie Björn Boths Spiel auf dem australischen Didgeridoo und die Sängerin Synje Norland rundeten den Abend gelungen ab.

Die Band hatte bei weitem nicht nur Dürener in die Arena gezogen. Angela Bülles ist aus Würselen angereist. „Es war super. Das Plattdeutsch hat mich an die Heimat meiner Mutter erinnert“, sagt sie. Aus Übach-Palenberg sind Karl Mehr und Klaus Dittmar gekommen, um sich das Konzert anzuschauen. „Auch wenn es sehr bombastisch war, war das Konzert rundherum sehr gut“, sagen sie. „Den Einsatz und das Können der Musiker muss man anerkennen.“

Auch Monika Hampbusch kommt aus Übach-Palenberg. „Es war fantastisch und sehr mitreißend“, meint sie. Seit es Santiano gibt, ist sie ein großer Fan der Band und hat ihre Begeisterung bis nach Brasilien weitergetragen. Denn dort lebt ihre Familie, die genau wie sie und all die anderen Fans in der Arena das Santiano-Fieber gepackt hat.

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