Düren - Sechs Visionen für Dürens Zukunft

Sechs Visionen für Dürens Zukunft

Von: Burkhard Giesen
Letzte Aktualisierung:
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Das Modell für ein Industriemuseum (rechts oben) auf dem Hoeschplatz mit angedeuteter Stadtmauer. Darunter die Marienkirche und gegenüber das Amtsgericht. Foto: Burkhard Giesen

Düren. Es war vor genau einer Woche, beim 7. Bürgergespräch am letzten Freitag. Der Dürener Architekt Wolfgang Meisenheimer diskutierte mit Herbert Schmidt, dem früheren Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse, über den prägenden Einfluss der Arbeitswelt auf die Stadt Düren.

Ein Thema, das spröder klingt, als es ist und das Meisenheimer schon etwas länger beschäftigt. So sehr, dass ihm in einem Nebensatz etwas herausrutschte, was er eigentlich noch gar nicht in der Öffentlichkeit sehen wollte: Die Idee eines Industriemuseums auf dem Hoesch-Platz. Und es ist nicht die einzige Idee, die Meisenheimer parat hat.

Wo liegen die Chancen?

Sechs neuralgische Punkte im Kernbereich der Innenstadt hat er sich ausgesucht und Vorschläge erarbeitet, wie man sie neu gestalten könnte. „Wo sind die Knackpunkte in Düren? Wo liegen die Chancen? Wo sieht es am schlimmsten aus?“ Diese Fragen hat er sich gestellt und will sie gleichzeitig auch beantworten – mit Visionen.

„Natürlich weiß ich, dass man in Zeiten knapper Kassen nicht viel bauen kann, aber man kann doch wenigstens nachdenken“, sagt er sehr energisch und macht zum Beispiel einen sehr unerwarteten Vorschlag für einen Hotel-Neubau, krempelt den Friedrich-Ebert-Platz um, entwickelt eine Idee für das Stadthallen-Grundstück, gestaltet den Platz in der Schützenstraße neu, widmet sich dem Post-Bereich – und stellt das Modell für seine Idee vom Hoesch-Museum vor. „Natürlich sind das Ideen im Sinne einer Idealarchitektur“, erklärt Meisenheimer, der bewusst von einer „utopischen Perspektive für die Stadt Düren“ spricht.

„Ich gehe als idealistischer Besucher durch die Stadt und überlege, wo die Stadt Blüten treiben könnte.“ Genau da, wo ehemals das Stadttheater stand, könnte deshalb die Blüte „Industriemuseum“ realisiert werden. Für ihn passend platziert im bisherigen Dreieck zwischen Justiz, Kultur und Kirche. „Ich verstehe Kultur nicht nur im Sinne künstlerischer Arbeiten“, sagt der Architekt im Ruhestand, der auch die industriell gefertigten Produkte der Stadt als Kunst wertet.

„Ein Papiermuseum im Hinterhof reicht nicht aus, die Dürener Industrie zu repräsentieren. In Düren wurden und werden herrliche Teppiche gefertigt, es gab die Gläser von Peill & Putzler, es gibt die Metallgewebe von Kufferath und natürlich die Papierherstellung.“ All das, glaubt Meisenheimer, müsse die Stadt an einem repräsentativen Ort auch zeigen.

Modelle liegen vor

Natürlich weiß Meisenheimer, dass die Zeiten für Visionen nicht gerade günstig sind. „Ich stelle mich aber gerne als Clown hin, wenn das Ergebnis ist, dass in dieser Stadt endlich wieder diskutiert wird, wie man sich weiter entwickeln kann.“ Genau um diese Diskussion zu befeuern, hat er zu jeder Vision ein Modell erstellt und will seine Ideen zudem dem Bürgermeister vorstellen.

In loser Folge werden in den nächsten Wochen auch die „DN“ die Pläne für die sechs Standorte in Düren genauer vorstellen.

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