Schweinemast Thum: Bürgerinitiative studiert Antrag

Von: mv
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Auf kleinem Raum werden relati
Auf kleinem Raum werden relativ viele Tiere gehalten. Der Bürgerinitiative gegen die Schweinemast missfällt nicht nur die Haltung sehr.

Kreuzau. Mitglieder der Bürgerinitiative gegen die Schweinemast im Kreuzauer Ortsteil Thum haben von ihrem „Recht auf Information” Gebrauch gemacht, so teilen sie mit, und haben die Anträge des Investors bei der Kreisverwaltung eingesehen. Ein Investor aus den Niederlanden will bei Thum eine Schweinemast errichten - mit 1440 Mastplätzen.

Alle drei bis vier Monate werden die Tiere schlachtreif, abtransportiert und durch neue ersetzt. Für die Bürgerinitiative schreibt Astrid Hohn, die Ratsfrau von Kreuzau und zugleich Geschäftsführerin der Initiative ist, erstaunlich siegessicher: „Der Holländer hat noch lange nicht gewonnen.”

Die Bürgerinitiative will festgestellt haben, dass die vorgeschriebenen Abluftkamine der Schweinefabrik nicht die erforderliche Höhe haben, Luftfilter seien auch nicht geplant. Ferner ist angeblich geplant, die Gülle „in uralten Behältern” zwischenzulagern. Die Bürgerinitiative befürchtet den unkontrollierten Austritt von Gülle in Boden und Trinkwasser. Außerdem bemängeln die Kritiker der Anlage die Unterbringung der Tierkadaver, denn während der Aufzucht verenden auch immer wieder Tiere.

Zu den Lebensbedingungen der Schweine selbst wird mitgeteilt, dass sie auf von Tierschützern abgelehnten Spaltböden gehalten werden. „Das bedeutet für die eng zusammengepferchten Tiere, dass sie sich kaum bewegen können.” Das System ist so angelegt, dass die Tiere durch ihre Bewegung den Mist durch die Spalten drücken. Unten landet er in einem Lagerraum.

Die Brandschutzbestimmungen und die Tatsache, dass nur eine Person sich um die Produktion kümmern wird, sind weitere Kritikpunkte. Um die nötigen Gülleabnahmeverträge vorlegen zu können, hat der Unternehmer in der hiesigen Region bereits Bauern gefunden, die bereit sind, die Gülle abzunehmen und auf ihren Feldern zu verbringen.

Diese Verträge seien schon zwei Jahre alt, teilt Astrid Hohn mit, und bei der Bürgerinitiative fragt man sich, ob sie noch die mittlerweile verschärften Bedingungen erfüllen.
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