Schultoiletten saniert: Aufatmen am Wirteltor-Gymnasium

Von: inla
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Schülersprecher Andreas Krischer (rechts) und Schülvertretungs-Kollege Giacomo Klingen probieren die Anlagen aus. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Schulleiter Wilhelm Gödde weiß es noch genau. „Viele Schüler haben sich den Gang auf die Toilette verkniffen“, sagt er. Beißender, stechender Geruch schlug ihnen entgegen. Dazu technische Mängel der sanitären Anlagen. Es war kein Vergnügen, sein Geschäft auf den Toiletten des Wirteltor-Gymnasiums zu verrichten, erzählen auch Schülersprecher Andreas Krischer und Giacomo Klingen, Mitglied der Schülervereinigung.

Heute können sie darüber lächeln. Mehr noch: Heute halten sie sich beinahe gerne auf dem stillen Örtchen der Schule auf. Die Toiletten sind nämlich saniert. Als sie am Donnerstag im Beisein von Bürgermeister Paul Larue präsentiert wurden, rümpfte niemand mehr die Nase.

Im Gegenteil. Die Anlagen sind nun modern, sauber und sogar bunt, zumindest einige Türen. Am GAW kann im Sinne des Wortes aufgeatmet werden.

Die Sanierung ist Teil eines Gesamtkonzeptes, das die Stadt Düren Anfang des Jahres in Angriff genommen hat. Für insgesamt fünf Millionen Euro sollen die sanitären Anlagen von zehn Schulen saniert werden. Teilweise handelt es sich um Anlagen, an denen oft 40, 50 Jahre nichts gemacht worden ist.

Nun neigt sich der erste Bauabschnitt dem Ende entgegen. Bis Dezember sollen alle zehn Schulen fertig sein. Danach geht es mit sechs weiteren Schulen weiter.

Bei der Sanierung der Wirteltor-WCs wurde laut Gebäudemanager Helmut Harperscheidt der demografische Wandel berücksichtigt. Angesichts sinkender Schülerzahlen brauchen die Anlagen nicht mehr so groß zu sein. Schulleiter Gödde appellierte an die Schüler, die neuen Toiletten nun nicht gleich wieder zu verschmutzen.

Das GaW denkt darüber danach, die Benutzung kostenpflichtig zu machen. Das aber ist laut Gesetzeslage nicht so einfach. Die Bezirksregierung Arnsberg hat vor wenigen Tagen einer Schule untersagt, Geld für die Benutzung der sanitären Anlagen zu verlangen. Das GaW denkt an einen anderen Weg, der erlaubt ist.

Wenn Eltern bereit sind, freiwillig einen Pauschalbetrag an die Schule oder den Förderverein zu bezahlen, der dann für die Instandhaltung der Toiletten verwendet wird, ist das in Ordnung. Am Wirteltor-Gymnasium könnten sieben bis neun Euro pro Schuljahr fällig werden. Direktor Gödde zeigt sich zuversichtlich, dass die Eltern zu diesem Obolus bereit sind.

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