Vettweiß - Schulstandort Vettweiß: Zaghafte Signale aus Zülpich

Schulstandort Vettweiß: Zaghafte Signale aus Zülpich

Von: bugi
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Vettweiß. Die Kooperation mit einem starken Partner hat die „Projektgruppe Bildung und Region”, die den Schulentwicklungsplan der Gemeinde Vettweiß erstellt hat, den Kommunalpolitikern wärmstens an Herz gelegt.

Ihr Blick ging dabei vor allem nach Kreuzau, weil nur dann eine weiterführende Schule langfristig erhalten bleiben könnte.

Ein Weg, den die Vettweißer Kommunalpolitiker in der Form aber nicht beschreiten wollen. Sie setzen für die nahe Zukunft zunächst auf den Erhalt der Hauptschule am Standort Vettweiß. Einen Kooperationspartner haben die Planer der Projektgruppe allerdings komplett außen vor gelassen: Die Stadt Zülpich. Genau 86 Prozent der Vettweißer Schüler zieht es auf weiterführende Schulen in Nachbarkommunen. Von den knapp über 100 Schülern gehen immerhin 36 Prozent nach Zülpich. Das dürfte nicht nur der guten Verkehrsanbindung geschuldet sein.

Da ist es auch kein Zufall, dass Ulf Hürtgen, Beigeordneter der Stadt Zülpich, sowohl zur Vorstellung des Schulentwicklungsplans im Schulausschuss als auch der Diskussion im Rat anwesend war. „Als benachbarter Schulträger interessieren wir uns für die Entwicklung in Vettweiß”, sagt Hürtgen, der selbst aus Vettweiß stammt. „Wir werden aber natürlich keine Abwerbung betreiben. Wir schalten uns aktiv nicht ein.”

Aber, so Hürtgen weiter: „Es gibt eine starke Verbindung nach Zülpich. Wir sind als Schulträger gut aufgestellt und haben gerade in der letzten Zeit sehr viel Geld in unsere Schulen investiert. Wir sitzen direkt vor der Haustür von Vettweiß und sind auch zu Gesprächen über Kooperationen bereit.” Ein Angebot, das spätestens dann interessant werden könnte, wenn die Vettweißer Hauptschule trotz angestrebter Kooperation mit Nörvenich und Kreuzau nicht mehr erhalten werden könnte.

Davon geht man inzwischen auch bei der Bürgerinitiative Vettweiß aus, die inhaltlich eine Kehrtwende vollzogen hat. Hat man bisher unter Jürgen Kemmerling stets mit der CDU für den ausschließlichen Erhalt der Hauptschule votiert, setzt man seit der letzten Ratssitzung einen neuen Akzent. Der neue Fraktionsvorsitzende Henning Demke: „Ich gehe davon aus, dass die Hauptschule auf Dauer nicht zu halten ist. Also müssen wir auch in alle Richtungen denken. Dazu erwarten wir Antworten aus dem Schulentwicklungsplan des Kreises Düren.”
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