„Schule ohne Rassismus“: Nelly-Pütz Berufskolleg erhält Auszeichnung

Von: Daniela Martinak
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Das Nelly-Pütz Berufskolleg hat dank Einsatz der Schülervertreter und Schüler die Auszeichnung zur „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“ erhalten.

Düren. Anne kommt aus Düren, Maja aus Indien und Marco aus Russland. Die eine isst gerne Schnitzel, der andere lieber Reis. Annes Hautfarbe ist hell, Majas dunkel. Und obwohl sie unterschiedlichen Religionen angehören, verschiedene Kulturen leben und sich auch äußerlich unterschieden sind sie die besten Freunde.

Alle drei besuchen sie das Nelly-Pütz Berufskolleg in Düren. Und mit ihnen noch über tausend andere Schüler und Schülerinnen: insgesamt 19 verschiedene Nationen.

„Also wenn wir es nicht schaffen, Toleranz zu leben, hier in unserem kleinen Kosmos, wie soll es denn dann die große weite Welt da draußen schaffen?“, wendet sich Britta Ellinghaus, die Schulleiterin, an die Gäste im Pädagogischen Zentrum (PZ). Und eben, weil es das Berufskolleg doch schafft, freuen sich nun alle über die Auszeichnung zur „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“.

Von Schülern für Schüler

Ein Projekt von Schülern für Schüler. „Es bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden“, erklärt Renate Bonow von der Landeskoordinatenstelle das Netzwerk. Das Nelly-Pütz-Berufskolleg ist nun eine von über 1000 Schulen, die an diesem Projekt mitwirken. Es ist somit das größte Schulnetzwerk in Deutschland.

Zur Feierstunde und Auszeichnung haben sich zahlreiche Schüler, Klassensprecher und die Schülervertretung im PZ versammelt. Unter ihnen auch der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel, der die Patenschaft für dieses Projekt übernommen- und deshalb sogar auf die Islam-Konferenz im Landtag verzichtet hat. „Ich frage mich oft, warum nicht mehrere Menschen diese Chance der Weiterentwicklung nutzen.

Für mich ist es eine seelische Hornhautmentalität, die da bei manchen stattfindet. Es kommt doch nicht auf das Aussehen eines Menschen an, sondern darauf, wie es ihn ihm aussieht“, entzürnt sich Rachel, dessen Frau übrigens Griechin ist. Und auch Dürens erster Bürger, Paul Larue, ist seiner Meinung: „Ich spreche nicht nur meine Glückwünsche, sondern auch meinen Dank aus. Danke, dass ihr euch als junge Menschen gegen Schritte Richtung Nationalsozialismus entscheidet.“

Bunte Luftballons in sämtlichen Farben sollen nicht nur ansprechend wirken, wie SV-Lehrer Rainer Valder erklärt, sondern laut Schulsprecherin Sara Loulidi, auch darauf hin deuten, wie schön es ist unterschiedlich zu sein. Das Rahmenprogramm der Veranstaltung gestalten hauptsächlich Jessica Gerlach und Thomas Braun mit dem sogenannten „Akustik-Projekt“ und Verena Herff die ebenfalls singt.

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