Nörvenich - Schüller rechnet mit Überschuss

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Schüller rechnet mit Überschuss

Von: oha
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Nörvenich. Bevor Hans Jürgen Schüller dem Rat die roten Zahlen im Haushalt für das kommende Jahr präsentierte, betonte der Bürgermeister: „Unsere liebenswerte Gemeinde mit ihren 14 Orten ist es wert, dass wir gemeinsam darauf hin arbeiten, alles zu erhalten, was zwischen Pingsheim und Bubenheim in vielen Jahren gewachsen ist.“ Wie mehrfach berichtet, ist es der Gemeinde bisher aus eigener Kraft nicht gelungen, das hohe Defizit in der Kasse auszugleichen.

Jeder Bürger und jede Bürgerin von Nörvenich hat derzeit eine Schuldenlast von 730,73 Euro nur für die Gemeinde zu tragen. Ein striktes Sparprogramm und Hilfszahlungen des Landes über den „Stärkungspakt Stadtfinanzen“, die sich auf sechs Millionen Euro summieren, sollen Nörvenich bis zum Jahr 2018 wieder in schwarze Zahlen führen.

Im Haushalt des kommenden Jahres ist der Fehlbetrag auf gut 1,7 Millionen Euro festgesetzt. Die Gemeinde wird 17,2 Millionen Euro einnehmen, aber 18,9 Millionen Euro ausgeben müssen. Diese Kluft soll bis zum Jahr 2018 Stück für Stück verringert werden, so dass dann erstmals ein Überschuss von 317.189 Euro erwartet werden kann. „Die Überschuldung kann gestoppt und abgewandt werden“, ist sich der Bürgermeister sicher. Der Überschuss in 2018 könne dann erstmals zum Schuldenabbau verwandt werden.

Damit diese Entwicklung auch wirklich eintreten kann, muss die Gemeinde sparen, wo es nur geht. Die „Sparkommissare“ des Landes werden sich kaum gnädig zeigen. Wie berichtet, werden alle nicht mehr benötigten Gebäude (samt Schule) verkauft. Die Grundsteuer A wird im kommenden Jahr auf 280 Prozentpunkte festgesetzt, die Grundsteuer B auf 465 Prozentpunkte. Die Gewerbesteuer wird auf 435 Prozentpunkte festgesetzt.

Die Vereine werden künftig Zahlungen an die Gemeinde leisten müssen, wenn sie öffentliche Gebäude oder Flächen nutzen wollen. „Möglichst alle Bereiche sollen ihre Beitrag zur Konsolidierung leisten. Insgesamt 59 Einzelmaßnahmen sollen dazu führen, unser Ziel zu erreichen“, erinnerte Schüller noch einmal daran, dass man den Sparkurs bei früheren Sitzungen des Rates ja bereits festgelegt habe. Nach der Einbringung des Haushaltes werden nun alle Ratspolitiker das Zahlenwerk noch einmal beraten, bevor der Etat dann endgültig verabschiedet wird.

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