Nideggen - Schüler verbringt acht Wochen in Uruguay

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Schüler verbringt acht Wochen in Uruguay

Von: gkli
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Nideggen. Philipp Schuch zögerte keine Sekunde: Als er die Möglichkeit hatte, im vergangenen Sommer für acht Wochen nach Uruguay zu gehen, sagte er sofort „Ja“.

Der 16-jährige Schüler besucht derzeit die Q1 des Dürener Burgau-Gymnasiums, zu seinen Lieblingsfächern zählen Sozialwissenschaften, Politik und Erdkunde. Doch auch Spanisch wählte der junge Mann, der gerne Offizier bei der Bundeswehr werden möchte, als Schulfach.

In diesem Zusammenhang bestand die Möglichkeit, als Gastschüler zur Partnerschule nach Montevideo zu reisen. Der Nideggener erinnert sich: „Der Flug in die Stadt, die 1,5 Millionen Einwohner zählt, dauerte 20 Stunden.“ In Frankfurt hob er ab, weiter ging es über Paris und Buenos Aires. In Montevideo wurde der Austauschschüler von seinem Gastbruder mit Küsschen empfangen. Das erste fremde Ritual, an das er sich gewöhnen musste - denn die Menschen in Uruguay begrüßen sich stets mit einem freundschaftlichen Kuss. Ebenfalls fremd war ihm die Situation, von einer Haushälterin bedient zu werden.

Die fünfköpfige Gastfamilie beschäftigte eine Haushälterin, die mit im Haus wohnte und der Familie die Wünsche von den Augen ablas. Philipp Schuch wundert sich immer noch: „Kaum hatte ich mich auf das Sofa gesetzt, da wurde vor mir auf dem Tisch ein Deckchen ausgebreitet und darauf etwas zu Trinken und zu Essen platziert.“

Diese Gepflogenheit war und blieb ihm fremd, auch war ihm die ständige Bedienung irgendwie peinlich. In der Schule lief alles glatt, die Mitschüler waren offen und freundlich. Unter den schlanken, eher klein gewachsenen Uruguayern fiel der fast 1,90 Meter große, sympathische Deutsche schnell angenehm auf. Freundschaften wurden geschlossen und nach einer Woche war die erste Party fällig. Auch hier fielen Philipp Schuch wieder Unterschiede auf: „Die Menschen in Uruguay sind sehr liberal, kommen aber grundsätzlich zu spät, das wird quasi bei Veranstaltungen schon einkalkuliert.“

Beeindruckt haben den Deutschen weiter die „Männer-Abende“, an denen Männer Whisky tranken, Steaks aßen, Zigarren rauchten und Fußball schauten. Ausflüge führten ihn unter anderem an die Iguazu-Wasserfälle. Er schwärmt: „Das war fantastisch, da hatte ich die Regenbögen auf Augenhöhe.“ Da der Junge offen ist für fremde Bräuche, weiß er jetzt auch, wie gegrillte Hühnerherzen schmecken und ein Schaf geschlachtet wird.

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