Schüler der „Neuen Kunstschule” stellen im Seniorenheim aus

Von: Julian Loevenich
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Christiane Mucha (von der „Ne
Christiane Mucha (von der „Neuen Kunstschule), Anne Upadek (15, Malerin des Bildes im Hintergrund), Heimbewohnerin und Silke Laufenberg vom Sozialen Dienst (von links) freuen sich über eine gelungene Ausstellung. Foto: Julian Loevenich

Merzenich. Von realistisch bis surreal, von farbenfroh bis trist: Die am Samstag mit einem musikalischen Rahmenprogramm eröffnete Ausstellung „Guck mal” im Seniorenwohnheim Marienhof in Merzenich präsentiert sich als eine gelungene Mischung verschiedenster Bilder.

Geschaffen wurden die zum Teil sehr abstrakten und anspruchsvollen Werke von Kindern und Jugendlichen der „Neuen Kunstschule”.

„Neue Kunstschule”, das ist im Rahmen der „Akadmie für Bildende Kunst in NRW” ein Projekt von Monika Gilliam, Sebastian Gerhards und Christiane Mucha, das seit rund vier Jahren einmal wöchentlich Künstlern zwischen sechs un 15 Jahren Raum zur kreativen Entfaltung bietet. Ziel der Kunstschule sei es, die Kreativität der rund 30 Kinder und Jugendlichen zu fördern und ihnen frei von strikten Vorgaben, Zeitdruck und Benotung die Malerei näher zu bringen, erklärt Mucha.

Anna Upadek ist eine von Muchas Schülerinnen. Aus Langeweile kritzelte die 15jährige im Französischunterricht eine Skizze, woraus nun nach „langer Zeit” und Unterbrechungen ein bemerkenswertes Bild entstanden ist. „Die Ausstellung hier im Marienhof ist das erste Mal, dass die Kinder ihre Kunstwerke der Öffentlichkeit zeigen”, so Christiane Mucha. Dabei spielt der Name der Ausstellung auf das Zeigen, Präsentieren an. Mucha: „Wenn Kinder einem etwas zeigen, dann sagen sie: ?Guck mal, das ist mein Bild. Daraus ist dann der Titel entstanden.”

Dass die Kinder im Seniorenwohnheim ausstellen können, ist Silke Laufenberg vom Sozialen Dienst zu verdanken. Zweimal im Jahr organisiert sie zusammen mit ihrer Kollegin Sigrun Zielke-Frings eine Ausstellung. Durch eine Bekannte sei sie auf die „Neue Kunstschule” aufmerksam geworden, erzählt Laufenberg, und habe Kontakt aufgenommen. Dafür ist ihr Christiane Mucha dankbar: „Die Bilder haben einen besonderen Rahmen und das Haus ist auch ein besonderer Rahmen.” Vor allem aber freuen sich Christiane Mucha, Monika Gilliam und Sebastian Gerhards über die reibungslose Zusammenarbeit mit dem Seniorenwohnheim. Geplant ist für die bis zum 28. November andauernde Ausstellung, die täglich von 11 bis 18 Uhr begutachtet werden kann, auch ein Austausch zwischen den jungen Kreativen und den Bewohnern. Beim ersten Rundgang äußerten schon ein paar der älteren Herrschaften Kaufwünsche, „doch das”, so Silke Laufenberg, „muss erst noch abgesprochen werden.”
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