Schon wieder eine Session ohne Karnevalsprinz?

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
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Karnevalsgesellschaft „Kick ens” hat ihren Vorschlag für die neuen Tollitäten zurückgezogen. Präsident des Festkomitees, Peter Körner, kandidiert nicht mehr.

Düren. „Wir sind im Augenblick einfach nur geschockt. Wir hatten schon mit den Vorbereitungen angefangen, Kostüme ausgesucht und über ein Motto nachgedacht.” Die Enttäuschung ist Helmut Leister deutlich anzumerken. Der Mann wollte Karnevalsprinz in Düren werden.

Jetzt hat seine Gesellschaft, die „Kick ens” aus Rölsdorf, überraschend die Kandidatur für das Prinzenpaar zurückgezogen. Es sei nicht gelungen, heißt es in einem Brief von „Kick ens”-Präsident Thomas Hinz an die Mitglieder der Gesellschaft, „den Kandidaten die Wichtigkeit des Amtes des Prinzenpaares zu vermitteln.”

Zudem habe es schon jetzt Kommunikationsprobleme zwischen dem künftigen Adjutanten und dem Prinzenpaar gegeben. Helmut Leister möchte sich zu den Differenzen zwischen ihm und dem Präsidium der „Kick ens” nicht äußern. „Ich möchte keine schmutzige Wäsche waschen”, so der begeisterte Karnevalist und Marathon-Läufer. „Und ich möchte auch weiterhin Mitglied der Kick ens bleiben. Wir wollten ein authentisches Prinzenpaar für die ganze Stadt Düren sein. Aber das geht jetzt nicht. Wir müssen die Entscheidung unseres Vorstandes akzeptieren. Auch wenn wir sehr traurig sind.”

Ob er gemeinsam mit seiner Frau Britta möglicherweise für eine andere Gesellschaft - Helmut Leister ist auch Mitglied der Birkesdorfer „Ackerjonge” - als Prinzenpaar in die kommende Session geht, konnte er am Montag noch nicht sagen. „Es gibt diesbezügliche eine Anfrage vom Festkomitee. Aber die kann ich bis zur Jahreshauptversammlung heute Abend nicht beantworten.”

Einen neuen Prinzen wird es also am Dienstagabend wohl nicht geben, wohl aber eine Kinderprinzessin, die von den Birkesdorfer „Grieläächern” kommt und einen neuen Präsidenten des Festkomitees Dürener Karneval. Peter Körner, der drei Jahre Präsident war, tritt nicht mehr an. Als Grund nannte der 62-jährige Lehrer für Informatik und Instriebetriebslehre „steigende berufliche Belastungen”.

Peter Schmitz, Ex-Karnevalsprinz aus der Session 2009/2010, soll Körners Nachfolger werden. Er wird heute Abend für das Amt des Präsidenten kandidieren. Es hätte keinerlei Differenzen zwischen ihm und dem Festkomitee gegeben, betonte Peter Körner am Montag auf Anfrage der „DN”. „Und ich möchte ja auch weiterhin für den Dürener Karneval tätig sein. Ich möchte nur eben die Verpflichtung nicht mehr haben.”

Hinter den Kulissen war am Montag sehr wohl von Differenzen zwischen einigen Karnevalisten und Peter Körner zu hören. „Wenn das Festkomitee einen vernünftigen Präsidenten gehabt hätte”, bringt es ein Vorstandsmitglied einer großen Dürener Karnevalsgesellschaft auf den Punkt, „hätten wir die Probleme, ein Prinzenpaar für Düren zu finden, so nicht gehabt. Und wir können nur hoffen, dass sich das nun ändert.”

Gerüchte, dass es neben Peter Schmitz noch einen zweiten Kandidaten für das Präsidentenamt gibt, wollte am Mon keiner bestätigen.
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