Schon vor der Pause gibt es Bravo-Rufe

Von: Anke Holgersson
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Konzert
Judith Stapf (Violine), Theo Plath (Fagott) und Fabian Müller (Klavier) spielten zum Start der Dürener Industriekonzerte im Haus der Stadt. Foto: Anke Holgersson

Düren. „Die meisten von Ihnen werden die Kombination von Fagott, Violine und Klavier heute Abend vermutlich zum ersten Mal hören“, begrüßt Fagottist Theo Plath die Zuschauer im Haus der Stadt.

Dabei sei diese Kombination gar nicht so abwegig, wie man vielleicht meinen könnte, denn „die Instrumente passen trotz ihrer unterschiedlichen Art der Tonerzeugung hervorragend zusammen.“

Das fanden auch die vielen Gäste, die am Mittwochabend zum Start der neuen Saison „Dürener Industriekonzerte“ ins Haus der Stadt gekommen waren.

Die ersten Bravo-Rufe gab es bereits vor der Pause. Es spielte das Trio Stapf-Müller-Plath, drei junge Solisten, die bereits Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe sind und als Solisten mit vielen hochrangigen Orchestern oder Konzerthäusern zusammengearbeitet haben.

Die Besetzung des Musikabends musste kurzfristig geändert werden, da Jonian Ilias Kadesha nicht spielen konnte. Für ihn sprang die Violinistin Judith Stapf ein. „Solche spontanen Wechsel sind kein Problem“, sagt Professor Wolfram Breuer von der Hochschule für Musik und Tanz Köln, der die Reihe schon seit vielen Jahren begleitet.

„Es gibt so viele hochkäratige junge Musiker, die auch schon miteinander gespielt haben, im Förderprogramm, dass wir da flexibel sind.“ Das besagte Förderprogramm nennt sich „Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler“.

Dahinter steckt der Deutsche Musikrat mit der Idee, junge exzellente Musiker zusammen zu bringen, die Teilnehmer, Preisträger oder Stipendiaten des Deutschen Musikwettbewerbes waren. Ziel ist es, ihnen – als Hilfe für den Karrierestart – Konzerte in ganz Deutschland zu vermitteln.

Plath verspricht nicht zu viel. Sein warmes Fagottspiel passt ausgezeichnet zu Geige und Klavier. Alle drei spielen virtuos, akkurat und mit viel Gefühl für die Kammermusik der Spätromantik, die an diesem Abend auf dem Programm steht.

Sie spielen die Musik von französischen, englischen und deutschen Komponisten wie zum Beispiel von Charles-Édouard Lefèbvre, Edward Elgar und Felix Mendelssohn Bartholdy. Besonders faszinierend ist dabei immer wieder, wie modern und frisch – beinahe an Pop erinnernd – Theo Plats Fagottspiel klingt.

Die drei Solisten sind, obwohl erst Anfang bis Mitte 20, nicht nur bereits Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Sie haben auch als Solisten mit vielen hochrangigen Orchestern oder Konzerthäusern zusammengearbeitet.

Der Begriff der „Kammermusik“ wurde übrigens ursprünglich als Abgrenzung zur Kirchenmusik eingeführt. Er war für die Bezeichnung von weltlichen Aufführungen in der fürstlichen Kammer gedacht.

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