Düren - Schon lange wartet Düren auf Umgehungsstraßen

Schon lange wartet Düren auf Umgehungsstraßen

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:
strassengeplante_bu
Wegen des fortschreitenden Braunkohletagebaues muss ein Teil der Autobahn verlegt werden.

Düren. Die Stadt und ihre Umgebung ächzen unter der hohen Verkehrsbelastung. Auf ihrem Weg zur Autobahn 4 drängeln sich Tag für Tag Tausende Lkw und Pkw von Nord nach Süd und Ost nach West quer durch die Stadt. Seit Jahrzehnten warten die Menschen in Düren auf Umgehungsstraßen, die Entlastung bringen sollen. In einigen Fällen kann gesagt werden: Es ist bald so weit!

Im Jahr 2008 wurden die Planungen weiter vorangetrieben, im neuen Jahr sollen zumindest in einem Fall schon einmal die Bagger anrollen. Im Folgenden bringen die „Nachrichten” eine Übersicht der geplanten Straßenprojekte und den Stand der Vorarbeiten:

Bundesstraße 56n: Das Planfeststellungsverfahren zur Umgehungsstraße soll Ende 2009 abgeschlossen sein. Das heißt: Bis dahin konnten alle Anregungen und Bedenken zum Projekt vorgebracht werden.

Ab 2010 soll die Straße gebaut werden. Sie wird von Tedrive - am Eingang von Düren beginnend - östlich um die Stadt herum geführt und dann auf den Zubringer zum Autobahnanschluss Düren stoßen. Rund 23 Millionen Euro wird die neue Straße kosten, sie soll ab 2011 befahrbar sein. Die Prognose für das Jahr 2020 geht davon aus, dass diese B56n täglich rund 25000 Kraftfahrzeuge befahren werden.

Bundesstraße 399n: Das neue Straßenstück soll den Verkehr aus der Eifel um den Stadtkern von Düren leiten. Die Straße wird von Rölsdorf kommend, über die B264 einen Schlenker an der Gürzenicher Mühle vorbei machen, um dann über die Eisenbahnstraße auf die B56 geleitet zu werden. Das Planfeststellungsverfahren beginnt in diesem Jahr, mit dem Baubeginn ist im Jahr 2012 zu rechnen. Das Straßenstück wird rund 25 Millionen Euro kosten. Man geht davon aus, dass die Straße im Jahr 2020 von 30000 Pkw täglich befahren wird.

Neue Autobahnanschlüsse: Die Bauarbeiten am neuen Anschluss an die Autobahn 4 bei Luchem sollen bereits im Mai 2009 begonnen werden. 8,5 Millionen Euro wird das Projekt mindestens kosten. Berechnungen gehen davon aus, dass den neuen Anschluss über die Landesstraße 12n im Jahr 2015 täglich rund 18000 Fahrzeuge nutzen werden.

Der zweite neue Autobahnanschluss bei Merzenich wird voraussichtlich erst im Jahr 2013 oder 2014 realisiert werden können. Bekanntlich muss hier noch die Autobahn wegen des fortschreitenden Braunkohletagebaues verlegt werden.

Ortsumgehung Arnoldsweiler: „Beim Bau der L257n stehen wir noch ganz am Anfang unserer Planungen”, teilte der Sprecher des Landesbetriebs Straßenbau, Gregor Uhoda, auf Anfrage der „Nachrichten” mit. Die übliche Vorgehensweise erfolgt Schritt für Schritt und ist langwierig: Zuerst wird die Umweltverträglichkeit des Projekts geprüft, dann wird die Linienführung der Straße festgelegt.

Es folgt die technische Prüfung, dann das Planfeststellungsverfahren. Uhoda: „Wenn alles optimal läuft, hätten wir im Jahr 2013 Baurecht, 2015 könnte mit dem Bau begonnen werden. Zwei Millionen Euro sind für das Projekt eingeplant, die Straße wird einmal von 12000 Fahrzeugen täglich genutzt werden.

Ortsumgehung Merken: Der Bau der L12/„Ersatzstraße Inden II” ist noch eine Zukunftsvision. Uhoda: „Im Jahr 2014 fällt die Straße durch den Tagebau weg.” Es folgt die Rekultivierung der Fläche, der Tagebau wird dann bekanntlich mit Wasser gefüllt. Uhoda: „Über dieses Straßenbauprojekt brauchen wir uns erst ab dem Jahr 2033 Gedanken zu machen.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert