Schon am ersten Tag fünf Einsätze

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Dr. Marco Gerards, Oliver Zorn
Dr. Marco Gerards, Oliver Zorn und DRK-Mitarbeiter Marcus Esser (von links) haben mit dem neuen Notarztfahrzueg bereits ihre ersten Einsätze gefahren.

Düren. Am Krankenhaus Düren ist seit Sonntag ein neues Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) stationiert. Acht Stunden täglich steht es ab sofort 365 Tage im Jahr für Rettungsfahrten zur Verfügung. Die Sicherheit der Bevölkerung ist damit noch einmal deutlich erhöht worden.

Wie nötig das fünfte NEF im Kreis Düren ist, wurde schon am ersten Tag deutlich: Gleich fünfmal musste die Besatzung am Premierensonntag ausrücken.

Zwei Jahre ist es her, dass Oliver Zorn, leitender Oberarzt der Zentralen Notaufnahme im Dürener Krankenhaus und ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Düren, den Bedarf für ein zusätzliches Notarzteinsatzfahrzeug anmeldete.

Immer mehr Einsätze

„Die Einsatzzahlen sind in den vergangenen Jahren gewaltig gestiegen, zwischen 5 und 20 Prozent pro Jahr. Darauf mussten wir reagieren”, erklärt Zorn. Bisher standen vier NEFs für den gesamten Kreis Düren rund um die Uhr zur Verfügung, eines angesiedelt am Linnicher Krankenhaus, eines in Jülich, eines in Lendersdorf und eines im Wochenwechsel in Birkesdorf oder an der Roonstraße.

Knapp 9900 Einsätze wurden damit im vergangenen Jahr gefahren. Dass der Bedarf für ein weiteres Fahrzeug, das täglich von 8 bis 16 Uhr genutzt werden kann, vorhanden ist, wurde nach Oliver Zorns Vorstoß von einem Gutachten bestätigt.

Die Krankenkassen sagten die Finanzierung zu, und schließlich gab die lokale Politik mit der Verabschiedung des neuen Rettungsdienstbedarfsplans für den Kreis Düren grünes Licht.

Während von vorneherein klar war, dass das Deutsche Rote Kreuz Fahrzeug und Fahrer für das neue NEF stellt, musste die Frage des Standortes noch geklärt werden. Die Verantwortlichen am Krankenhaus Düren erklärten sich sofort bereit, den neuen Wagen bei sich zu stationieren und das ärztliche Personal zu stellen. „Wenn wir nun alle zwei Wochen zwei Wagen im Einsatz haben, ist das sicherlich eine große Herausforderung, der wir uns als größtes Krankenhaus im Kreis aber gerne stellen”, sagt Oliver Zorn.
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