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Schon 30.000 Euro gesammelt

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Peter Borsdorff, der Läufer mit der Sammelbüchse (rechts) moderierte den Foto: Peterhoff

Gladbach. Wie kann man dem 17-jährigen Mario helfen? Sein Leben konnte die Medizin zwar retten, seine Unterschenkel mussten aber leider wegen einer voranschreitenden Meningokokken-Sepsis amputiert werden.

Diese Frage haben sich enorm viele Menschen aus dem Ort des hilfsbedürftigen Jungen, Vettweiß-Gladbach, gestellt. Prompt wurde der Verein „Gladbach hilft ” gegründet und mit vereinten Kräften ein Benefizkonzert auf die Beine gestellt.

Mit dem Erlös des Abends soll unter anderem das Haus der Familie Preikschat behindertengerecht umgebaut werden. Durch ihr unglaubliches Engagement steckten die Gladbacher um Hans Willi Grau viele andere, weit über die Grenzen unseres Kreises an. Die Welle von Hilfsbereitschaft und Mitgefühl wuchs und dabei kamen bisher insgesamt 30000 Euro zusammen: Vom Spendenkonto, der Benefizveranstaltung am vergangenen Samstagabend und mit Hilfe des rennenden „Engels” Peter Borsdorf. Sieben Wochen lang lief der 67-jährige Spendensammler für Mario und sammelte so 7111 Euro.

Viele Künstler aus nah und fern kamen am Wochenende für Mario auf die Bühne der Festhalle im Ort. Sie alle sangen, musizierten, unterhielten und verzichteten auf ihre Gage. Ob Rutbaach-Fanfaren, „die jungen Trompeter” aus Kerpen, Bruce Kapusta, Rick Arena, der Big Brother Bewohner Jürgen, die „Kolibris”, ob „Die 3 Colonias”, Renate Fuchs oder „Echte Fründe”- alle erklärten sich sofort bereit beim Konzert für Mario mitzumachen.

Innerhalb von drei Wochen nach der Bekanntgabe war das Benefizkonzert ausverkauft. 900 Gäste, viele Prominente, lokale Politiker und Unternehmer kamen am Samstagabend, um ihre Spenden zu übergeben oder moralisch ihrer Unterstützung Ausdruck zu verleihen. Auch das Ärzteteam der Uniklinik Aachen kam und umarmte auf der Bühne seinen Patienten. Mario und seine Familie nahmen die vielen Spenden entgegen und bedankten sich mit Tränen in den Augen für das Engagement und das Gefühl, nicht alleine in ihrer Not zu sein.

Etwa 80 freiwillige Helfer aus den ansässigen Vereinen, jeder Zehnte im Ort, waren an der Organisation, ob als Parkplatzwächter, Servicekraft oder Organisator, beteiligt. „Mit dieser unglaublichen Unterstützung hätten wir nicht gerechnet. Jeder, den wir angesprochen haben, wollte helfen. Viele Mitbürger sind von alleine zu uns gekommen und haben uns ihre Hilfe angeboten”, so Heinz Meuser, Kassierer des speziell für Mario gegründeten Vereins „Gladbach hilft.”

Die unglaubliche Atmosphäre, geboren aus der Bereitschaft zu helfen, verwandelte die Benefizaktion in ein Fest. Ein Fest des Zusammenhalts und Mitgefühls, ein Fest, das Mario Kraft und Zuversicht gibt, sein Leben wieder in die Hand zu nehmen. An diesem Abend wurde das Leben laut gefeiert.
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