Schnelles Internet für ganz Düren in Sicht

Von: inla
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Telekom-Verantwortliche und Bürgermeister Larue (re.) an einem neuen Verteilerkasten. Foto: inla

Düren/Merzenich. Schnelles Internet ist mittlerweile ein wichtiger Standortfaktor für Kommunen. Unternehmen und Privathaushalte fragen in der Verwaltung nach, mit welcher Geschwindigkeit Daten in Düren durchs Netz transportiert werden, sagt Bürgermeister Paul Larue.

Für die Innenstadt, Arnoldsweiler, Lendersdorf und Niederau wird es ab sofort schneller. Die Telekom setzt in diesen Stadtteilen sowie in Merzenich sogenannte Vectoring-Technik ein, die Datenübertragungen von bis zu 100 Megabit (MBit) pro Sekunde möglich macht.

Weitere Dürener Ortsteile wie Birkesdorf, Gürzenich, Derichsweiler, Hoven und Mariaweiler sollen bis Frühjahr 2015 in den Genuss schneller Leitungen kommen, kündigte eine Telekom-Sprecherin am Donnerstag an. Die Dürener Stadtteile Merken, Kufferath, Berzbuir, Echtz, Konzendorf und Birgel werden über den Birkesdorfer Anbieter Soco Network Solutions versorgt. Die Datengeschwindigkeit dort liege zwischen 32 und 64 M/Bit pro Sekunde, sagte Hubert Victor von der Dürener Wirtschaftsförderung.

Kunden, die die neue Technik in Anspruch nehmen möchten, müssen sich an das Bonner Unternehmen wenden. Der genaue Tarif sei nicht genau zu beziffern und hänge von individuellen Faktoren ab, sagte Ursula Schauf-Paschek Projektmanagerin bei der Telekom.

Seit Sommer hat das Unternehmen in der Stadt Düren 77 neue Verteilkästen aufgestellt und 50 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Dieses Material wird nun statt Kupfer verwendet. 20.300 Haushalte können derzeit mit der neuen Technik versorgt werden. In Merzenich sind es zehn Kästen und acht Kilometer. Die Investitionskosten wollten die Telekom-Sprecher nicht nennen, sie dürften zwischen sechs und sieben Millionen Euro liegen.

Die nun angekündigten 100 Megabit pro Sekunde werden aber nicht in jedem Fall erreicht. Gewährleisten kann die Telekom diese Datenmenge nur bis zum Verteilkasten. Danach wird weiter ein Kupferkabel verwendet. Wie viele Daten übertragen werden, hängt von der Dicke des Kabels und der Entfernung zwischen Verteiler und Rechner ab. In jedem Fall seien es 50 Megabit, die zur Verfügung stünden, so die Telekom-Sprecher.

Nicht nur das Herunterladen von Daten geht zügiger, auch das Heraufladen. Ein zwei Gigabyte großes Video, das bisher mit 16 MBit pro Sekunde hochgeladen wurde und 25 Minuten brauchte, lädt bei 50 MBit in acht, bei 100 MBit in vier Minuten, so Ursula Schauf-Paschek. Düren gehört zu den ersten Städten in NRW, die auf die neue VDSL-Technik umgestellt werden.

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