Merken - Schlichbach jetzt im neuen Bett

Schlichbach jetzt im neuen Bett

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Zwischen Schophoven und Merken ließen die Gäste mit dem Ziehen des Wehres den alten Schlichbach in sein neues Bett fließen.

Merken. Wasser marsch, hieß es für den neuen Schlichbach, dessen Verlegung wegen des voranschreitenden Tagebaus Inden notwendig wurde. Bei einer kleinen Zeremonie zwischen Schophoven und Merken wurde das neue Bett geflutet.

Landrat Wolfgang Spelthahn, Indens Bürgermeister Ulrich Schuster, Dürens Beigeordnete Harald Sievers, Braunkohlenplaner Dr. Lars Kulik sowie der neue Tagebauchef Dr. Stephan Strunk öffneten dazu gemeinsam das Wehr des rund vier Kilometer langen neuen Abschnittes des Schlichbaches. Nach dem Vorbild der Verlegung der Inde hat RWE Power rund 1,5 Millionen Euro in den „neuen“ Schlichbach investiert (wir berichteten). Dazu wurden zwei Kilometer des alten Bettes aufgegriffen und zwei Kilometer auf Basis des früheren Lendersdorfer Mühlenteiches neu gestaltet.

Der Schlichbach, der einen Bogen um den Tagebau Inden macht, ist nach Auffassung des Beigeordneten Harald Sievers vorbildlich für einen guten Bach. Das Gewässer sei ökologisch hochwertig aufgrund der naturnahen Gestaltung.

Auch Dr. Lars Kulik lobte die naturnahe Gestaltung durch Steine und einige Überflutungsbereiche. Es sei für die Gewinnung von Braunkohle umweltbewusst und umweltschonend gehandelt worden. So habe sich an der Inde inzwischen eine artenreiche Flora und Fauna angesiedelt, die sich aus 25 bedrohten Tier- und Pflanzenarten zusammensetze. „Die Flusslandschaft rund um die Inde hat sich für Menschen, Tiere und Pflanzen zu einem idealen Rückzugs- und Erholungsraum entwickelt“, begeisterte sich Tagebaudirektor Strunk.

Bürgermeister Schuster erinnerte daran, dass der Schlichbach früher mitten durch Schophoven floss und Anfang der 1950er Jahre erstmals verlegt wurde. Jetzt sei der Bach „eine Bereicherung für ganz Schop- hoven“. Schuster hofft, dass die nun entstandene Bachaue auch für Spaziergänge erschlossen werde.

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