Schlaue Mäuse lernen die Sprache spielerisch

Von: Burkhard Giesen
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Der siebenjährige Jannic von der Christophorus-Schule zeigt Kreis-Dezernent Georg Beyß und Jens Hövelmann vom Unternehmen Microsoft (stehend von links) sowie CDU-Staatssekretär Thomas Rachel, wie das Lernprogramm „Schlaumäuse” Foto: Burkhard Giesen

Düren. Wenn der siebenjährige Jannic sich in seiner Schule an den Computer setzt, strahlt er, schnappt sich die Maus und arbeitet sich zielsicher durch ein Lernprogramm. „Macht Dir das denn Spaß?”, fragt Staatssekretär Thomas Rachel.

Und Jannic sagt kurz und knapp ein entschiedenes „Ja!” und spielt weiter. Wobei der Begriff spielen es nicht wirklich trifft. Jannic ist Schüler der Dürener Christophorus-Schule, einer Schule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung. Das Programm, mit dem Jannic arbeitet, nennt sich „Schlaumäuse” und baut darauf, Sprache spielerisch zu vermitteln - lernen also ohne Leistungsdruck.

Entwickelt wurde die Lernsoftware schon 2003 von Wissenschaftlern der Technischen Universität Berlin in Zusammenarbeit mit Microsoft Deutschland. Das Programm ist speziell auf die Bedürfnisse von Vier- bis Sechsjährigen abgestimmt und wird vorrangig in Kindertagesstätten eingesetzt - in Düren zum Beispiel in der Kita „Eschfeldmäuse” der Lebenshilfe.

Was in der Kita funktioniert, kann auch für die jüngeren Kinder der Christophorus-Schule perfekt sein, hat sich Schulleiterin Martina Weise-Küppers gedacht und den Dürener Bundestagsabgeordneten Thomas Rachel mit der Bitte um Unterstützung angeschrieben. Immerhin hat das Bundesfamilienmisterium die Schirmherrschaft über das Projekt „Schlaumäuse” übernommen.

„Bildung und Forschung kommen hier intelligent zusammen, um spielerisch Sprache zu vermitteln”, so Rachel bei seinem Besuch in der Schule am Dienstag. Er hatte den Kontakt zu Microsoft hergestellt, so dass die Schule inzwischen mit dem Lernprogramm ausgestattet werden konnte.

„Uns unterscheidet von anderen Schulen, dass wir die Kinder da abholen, wo sie stehen. Wir sagen nicht: Du bist sechs Jahre alt und musst das und das können”, sagt Schulleiterin Martina Weise-Küppers, die die Lernsoftware mit Erfolg in den Unterricht eingebaut hat.

„Ein Drittel der Schüler haben Schwierigkeiten mit dem Umgang der Sprache. Kinder sind neugierig - das müssen wir einfach ausnutzen”, so Thomas Rachel. Und das funktioniere natürlich perfekt, wenn man dazu auch neue Medien benutze, die Kinder gewohnt seien. Der siebenjährige Jannic belegt das perfekt. Er lässt sich von dem Spiel auch nicht von den Erwachsenen ablenken, die neugierig um ihn herumstehen - selbst wenn ihm der Dürener Staatssekretär einmal die Lösung ins Ohr flüstert.
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