Arnoldsweiler - Scharfer Protest gegen Container-Terminal

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Scharfer Protest gegen Container-Terminal

Von: Dietmar Engels
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Rolf A. Duyster, Peter Hemgenb
Rolf A. Duyster, Peter Hemgenberg und Wolfram Harren (von links) befürchten, dass viel Laster als bisher am „Arnoldsweiler Dom” vorbeidonnern, wenn das Container-Terminal in der Nähe des Stadtteils verwirklicht wird. Foto: Dietmar Engels

Arnoldsweiler. „Unser Stadtteil darf nicht noch mehr belastet werden. Schon jetzt ist eine Umgehungsstraße bitter nötig. Deshalb lehnen wird das geplante Container-Terminal entschieden ab.” Peter Hemgenberg, Sprecher der „Bürgerinitiative für ein lebenswertes Arnoldsweiler”, nahm am Mittwoch zusammen mit seinen Mitstreitern Rolf A. Duyster und Wolfram Harren Stellung zum Vorhaben der Rurtalbahn zwischen Arnoldsweiler und Merzenich.

Neben der Bahnstrecke Düren - Köln soll ein Bahnhof für den Güterumschlag entstehen.

Hans-Peter Nießen, Geschäftsführer der Rurtalbahn, hatte in der vorigen Woche auf die „ideale” Verkehrsanbindung der geplanten Anlage verwiesen. Es sind von dort nur rund 100 Meter bis zur künftigen neuen Autobahnanschlussstelle Merzenich. Durch entsprechende verkehrslenkende Maßnahmen könne Arnoldsweiler vorzusätzlichem Schwerlastverkehr geschützt werden, so Nießen weiter.

„Wer soll das denn glauben? Eine Sperrung der Ortsdurchfahrt für große Lastwagen ist schon deshalb völlig unwahrscheinlich, weil sie als Umleitungsstrecke für die Autobahn A 4 ausgewiesen ist”, sagte Rolf A. Duyster. Allein schon, um etwas Maut für die Autobahn zu sparen, biete sich die durch Arnoldsweiler führende Landesstraße 257 förmlich an.

Wolfram Harren und seine Mitstreiter halten es für einen „Skandal sondergleichen”, dass die Bevölkerung von Arnoldsweiler erst durch Presseveröffentlichungen Einzelheiten zu dem geplanten Großprojekt erfahren habe. Hemgenberg: „Im Bezirksausschuss hat die Verwaltung um den heißen Brei herum geredet.”

Auf keinen Fall dürfe das Rurtalbahn-Projekt isoliert betrachten. „So etwas muss in ein tragfähiges Gesamtkonzept eingebunden werden, das neben vielen anderen Aspekten natürlich auch die Auswirkungen auf Arnoldsweiler berücksichtigen muss”, betont Hemgenberg. Wenn etwa die seit Jahrzehnten geforderte Ortsumgehung im Zusammenhang mit dem Bahnprojekt verwirklicht werde, sehe die Sache schon ganz anders. Doch bestehe wohl wenig Aussicht auf die Verwirklichung. Hemgenberg: „Die Umgehungsstraße ist in weiter Ferne. Wir zweifeln daran, dass sie jemals gebaut wird.”

Die Sprecher der Initiative bezweifeln auch, dass im Zusammenhang viele neue Arbeitsplätze entstehen und verweisen als weitere Probleme auf die Flutlichtbeleuchtung in der Nacht und den zu erwartenden Lärm. Hemgenberg: „Wir in Arnoldsweiler werden kämpfen bis zuletzt gegen dieses Monster”.
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