Sanierung der Westkampfbahn soll in einem Jahr abgeschlossen sein

Von: Ingo Latotzki
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Der Rasenplatz vor der alten Holztribüne von 1914. Das Spielfeld muss saniert werden, das steht fest. Noch steht nicht fest, ob es ein Kunstrasenplatz wird, wie es sich die Verantwortlichen wünschen. Einen Platz mit künstlichem Grün wird die Anlage auf jeden Fall erhalten. Foto: Ingo Latotzki

Düren. An diesem Vormittag liegt die Westkampfbahn still unter einer grauen Wolkendecke. Es ist kaum Betrieb, die Tennisplätze sind verwaist, auf der Laufbahn gleich vor der Holztribüne von 1914 ist einsam ein Arbeiter unterwegs.

Im Grunde deutet nichts darauf hin, dass Sportfans früher mit der Zunge schnalzten, wenn über die Anlage im Westen Dürens gesprochen wurde. Die Westkampfbahn war weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt.

Das ist sie heute bis zu einem gewissen Grad auch noch. Und wenn es nach Henner Schmidt, Vorsitzender des GFC Düren 99, geht, wird schon bald wieder über das alte Stadion, in dem einst Düren 99 in der höchsten deutschen Amateurklasse im Fußball spielte, gesprochen. Die Westkampfbahn wird saniert. Den neuen Zeiten angepasst. Das heißt vor allem: An der Mariaweiler Straße wird ein Kunstrasenplatz gebaut. Noch in diesem Herbst soll er fertig sein, sagt Architekt Michael Reepel, der mit den Sanierungsarbeiten betraut ist.

1,6 Millionen Euro stehen zur Verfügung. 680.000 Euro kommen aus der Sportpauschale der Stadt Düren, die gleiche Summe steuert der Kreis-Sportbund bei, der daran interessiert ist, im Kreis ein repräsentatives Stadion vorhalten zu können. Ein Stadion, das auch gesteigerten Anforderungen, etwa höherklassigem Fußball, gerecht werden könnte. Der Rest der Summe müsse aus Sponsorengeldern kommen, sagt Vereinschef Schmidt. Interessenten können einen Quadratmeter des alten Rasenplatzes kaufen – für 50 Euro. Natürlich steht das Grün nicht wirklich zur Veräußerung. Die Aktion hat für die, die zahlen, eher ideellen Wert, soll aber 320.000 Euro in die Kassen des Klubs spülen.

Derzeit sichten Schmidt und Architekt Reepel die Angebote der Handwerksbetriebe, die die Arbeiten übernehmen können. Wenn es eben geht, soll der GFC Düren 99 noch einen zweiten Kunstrasenplatz bekommen. Dabei handelt es sich um den Hauptplatz, von dem Ingenieur Reepel weiß, dass ihn in den 60er Jahren niemand betreten durfte, „weil es als heiliger Rasen bezeichnet wurde“. Das kennt man heute noch aus Wimbledon.

Im Zuge der Sanierung werden eine ganze Reihe Pappeln, die gegenüber der Haupttribüne stehen, gefällt werden müssen. Die Bäume sind knapp 60 Jahre alt. „In dem Alter faulen die von innen, es ist normal, dass Pappeln dann gefällt werden müssen“, sagt Henner Schmidt. Ob nach der Sanierung, die auch eine verbesserte Flutlichtanlage beinhaltet, andere Vereine auf den GFC Düren 99 zukommen, um die Anlage mit zu nutzen, ist derzeit fraglich. „Die Resonanz ist verhalten“, sagt Schmidt, „jeder Verein schaut nur auf sich.“ Er sei ein Fan von Kooperationen. In den nächsten Jahren seien manche Vereine angesichts des Mitgliederschwundes gezwungen, zusammenzuarbeiten.

Die Sanierung soll in etwa einem Jahr abgeschlossen sein. Vielleicht mit zwei zusätzlichen Leichttribünen. Falls es Veranstaltungen mit vielen Zuschauern gibt.

So wie früher öfter mal...

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