Düren - RVD-Präsident Kaptain: Kein Zurück für die „Fidele Jonge“

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RVD-Präsident Kaptain: Kein Zurück für die „Fidele Jonge“

Von: kin
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Heribert Kaptain ist Vorsitzender des Regionalverbandes Düren.

Düren. Wegen eines Nummernboys, der bei der Damensitzung in Nörvenich aufgetreten ist, wurde die Karnevalsgesellschaft „Fidele Jonge“ vor ziemlich genau einem Jahr aus dem Regionalverband Dürener Karneval (RVD) ausgeschlossen. Lässt der neue RVD-Chef Milde walten, weil in dieser Session beide Nörvenicher Sitzungen ohne Zwischenfälle über die Bühne gegangen sind?

Können die „Fidele Jonge“ schon bald zurück in den RVD? Damals war Rolf-Peter Hohn Vorsitzender des RVD, vor einigen Wochen hat Heribert Kaptain seine Nachfolge angetreten.

Herr Kaptain, denken Sie darüber nach, die „Fidele Jonge“ schon jetzt wieder in den Verband aufzunehmen?

Heribert Kaptain: Nein, das wäre zu schnell. Es geht darum, dass der Verein auf Dauer zeigt, dass es ihm ernst ist. In einem Jahr ordentlich zu feiern, so wie es die Satzung des Regionalverbandes vorschreibt, reicht da nicht aus.

Aber es gab ja auch nur in einem Jahr den Fehltritt mit den Nummernboy.

Kaptain: Und das stimmt eben nicht. Es hat vor Jahren in Nörvenich schon einmal eine Verwarnung in Nörvenich gegeben. Und darauf kann man eben nicht mit einer zweiten Verwarnung reagieren. Das geht nicht Aber nochmal: Wir haben von Anfang gesagt, dass die Wiederaufnahme in den Regionalverband nicht ausgeschlossen ist. Aber, wie gesagt, die „Fidele Jonge“ müssen dauerhaft zeigen, dass es ihnen mit der Einhaltung der Satzung des Regionalverbandes ernst ist.

Was bedeutet „dauerhaft“ in diesem Zusammenhang?

Kaptain: Auf einen genauen Zeitrahmen kann und will ich mich jetzt nicht festlegen. Ein Jahr reicht aber jedenfalls nicht aus.

Trotz Ausschluss aus dem Regionalverband Düren haben die „Fidele Jonge“ auch in diesem Jahr wieder ihre Herren- und ihre Damensitzung veranstaltet. Wer unter dem Ausschluss aus dem RVD leidet, sind die tanzenden Kinder und Jugendlichen, die nun nicht mehr an den RVD-Tanzrunieren teilnehmen dürfen.

Kaptain: Das wird immer angeführt. Tatsache ist aber auch, dass die „Fidele Jonge“ in den vergangenen Jahren immer seltener Kinder zu Tanzturnieren geschickt hat, weil der Verein einfach andere Schwerpunkte gesetzt hat.

Und trotzdem: Unter einem Ausschluss aus dem RVD leiden in erster Linie Kinder und Jugendliche, die am wenigsten dafür können. Kann der Regionalverband da nicht eine andere Lösung finden?

Kaptain: Die Satzung des Regionalverbandes ist bekannt. Und diese Satzung ist nicht einmal sehr kompliziert. Mit Ihrer Argumentation versuchen Sie, den Regionalverband für das Fehlverhalten einer Gesellschaft zur Verantwortung zu ziehen. Das ist aber falsch. Alle Vereine, die Mitglied in unserem Verband sind, müssen sich an unsere Satzung halten, die ja auch dafür da ist, den Karneval so zu organisieren, dass er nicht anstößig ist. Und das sollte für die Vereine, denen Kinder- und Jugendarbeit wichtig ist, sowieso eine Selbstverständlichkeit sein.

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