Düren - Russischer Generalkonsul in Düren: Bald siebte Städtefreundschaft?

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Russischer Generalkonsul in Düren: Bald siebte Städtefreundschaft?

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Der russische Generalkonsul Je
Der russische Generalkonsul Jewgenij Schmagin (rechts) hat sich auch ins Goldene Buch der Stadt Düren eingetragen.

Düren. „Es ist eine Premiere, dass ein russischer Generalkonsul in Düren anklopft und uns besucht”, freute sich Bürgermeister Paul Larue und begrüßte Jewgenij Schmagin im Rathaus. Seine lange Diplomatenkarriere führte den Generalkonsul der Russischen Föderation in Bonn schon mehrfach nach Deutschland und in zahlreiche Metropolen. Doch einen so herzlichen Empfang habe er nach eigenem Bekunden nicht überall erlebt.

„Düren mag ich sehr: klein, aber fein”, sagte er anlässlich seiner Antrittsvisite.

Schmagin betonte, dass das deutsch-russische Verhältnis nur beständig sein könne, wenn es gelänge, die zwischenmenschlichen Beziehungen weiter zu vertiefen. „Wir sind für Vorschläge Ihrerseits offen”, sagte Paul Larue und informierte seinen Gast über bereits bestehende Austauschprogramme zwischen Schulen aus Düren und Russland.

Er zeigte sich auch grundsätzlich aufgeschlossen für eine weitere Städtepartnerschaft, die die vor kurzem zwischen dem Kreis Düren und dem russischen Kommunalkreis Mytischi bei Moskau eingegangene Verbindung ergänzen könnte. Doch wichtig sei es, so Larue, dass zwischen den Menschen zuvor schon etwas gewachsen sei, bevor die Kommunen eine Partnerschaft besiegelten.

Auch historische Anknüpfungspunkte wurden schnell gefunden. Gerade das Schicksal der in Deutschland gefallenen russischen Soldaten ist dem Generalkonsul ein besonderes Anliegen. Jewgenij Schmagin lauschte mit großem Interesse, als der Bürgermeister von dem Kriegsgefangenenlager in Arnoldsweiler berichtete und er zeigte sich sehr verbunden, dass noch heute eine der Rückriem-Stelen im Stadtgebiet an diese Zeit und diesen Ort erinnert.

„Einen bedeutsamen Brückenschlag stellen die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland dar”, sagte Paul Larue und verwies darauf, dass es auch in Düren mehrere Unternehmen gebe, für die Russland ein wichtiger Handelspartner sei. Dazu gehöre auch die Firma Cremer Thermoprozessanlagen.

Nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Düren besichtigte der Generalkonsul gemeinsam mit dem Bürgermeister und Wirtschaftsförderer Heinz Mannheims den in Düren-Konzendorf ansässigen mittelständischen Betrieb. Die Firma Cremer gehört mit rund 100 Mitarbeitern zu den weltweiten Marktführern im Bereich der Pulvermetallurgie und des Industrie-Ofenbaus. Geschäftsführer Harald Cremer erläuterte Produkte und Produktionsverfahren und führte den hochrangigen Gast durch den Betrieb. Generalkonsul Schmagin zeigte sich sehr beeindruckt von der Innovationskraft und vom russischen Kundenkreis des Dürener Unternehmens, der von Moskau bis Perm reicht.

„Wir brauchen eine deutsch-russische Modernisierungspartnerschaft”, sagte der Diplomat und war hoch erfreut über das wirtschaftliche Engagement der Dürener Firma Cremer in Russland.

Mit einer Führung durch das Leopold-Hoesch-Museum endete die Stippvisite des Generalkonsuls der Russischen Föderation. Paul Larue bedankte sich herzlich bei Jewgenij Schmagin für das große Interesse an Düren. Beide Seiten vereinbarten weitere Begegnungen, um die Kontakte zu vertiefen.
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