Düren - Rurufer-Radweg: Radler rutschen auf dem Kies aus

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Rurufer-Radweg: Radler rutschen auf dem Kies aus

Von: mv
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Düren. Der Kreis Düren möchte gern fahrradfreundlicher Kreis werden, und auf dem Weg dahin sollte er sich unbedingt des Rurufer-Radweges annehmen. Dieser Ansicht sind Verena Schloemer und Bruno Voß, beide grüne Kommunalpolitiker und beide auch begeisterte Fahrradfahrer.

Der Rurufer-Radweg ist ein touristisches Aushängeschild des Kreises Düren. Doch er ist in Teilen in einem elenden Zustand. Und gefährlich, wie Schloemer und Voß vorführten. Ihnen sind Personen bekannt, die auf diesem Weg unterwegs waren und stürzten.

Wegen des langsamen Tempos ist kein großer Schaden entstanden, doch von entspanntem Radeln kann beispielsweise entlang der Rur in Düren keine Rede sein. Besonders die Seitenteile des Weges seien gefährlich, so Verena Schloemer. Dort liegen in der Tat kleine Steinchen, feiner Kies, auch mal Sand, alles wie geschaffen zum Ausrutschen.

Material, das irgendwo rumliegt

„Ich habe wirklich den Eindruck, es wird immer das Material verwendet, was gerade irgendwo rumliegt und übriggeblieben ist”, vermutet die umweltbewegte Grüne. Klar, einen asphaltierten Weg wünschen sich die beiden auch wieder nicht. Aber mit etwas Hilfe aus EU-Kassen oder Landesmitteln könnte die Kreisverwaltung eine deutliche verbesserung erreichen. Dass jede Kommune selbst ein Stück des Rurufer-Radweges saniert, halten die beiden für Illusion. Den Radweg sehen sie - wie etwa den schulentwicklungsplan - klar in der Zuständigkeit des Kreises.

Soweit zu ermitteln war, befand sich der Weg übrigens noch nie in einem besonders guten Zustand. Er war in Teilen schon immer schwierig zu befahren. Doch nach diversen Überschwemmungen und einem strengen Winter ist er jetzt an vielen Stellen „in einem katastrophalen Zustand”, wie Schloemer vorführte. Dabei wird der Weg intensiv genutzt. Menschen fahren früh morgens zur Arbeit, Schüler und Schülerinnen nutzen ihn als Schulweg.

Der Rurufer-Radweg ist ein Radfernweg, der über rund 180 Kilometer an der Rur entlangführt - nahezu ausschließlich auf separaten Rad- und Feldwegen. Der durchgehend ausgeschilderte Radweg beginnt in Belgien an der Rur-Quelle im Hohen Venn und führt bis zur Mündung in die Maas im niederländischen Roermond.

Die Strecke führt an den Rur-Stauseen vorbei und dann über Heimbach, Nideggen, Kreuzau, Düren, Jülich und Linnich durch den Kreis Heinsberg und die niederländische Gemeinde Roerdalen nach Roermond. Verena Schloemer gehört zu den Fahrradfahrerinnen, die ihn schon komplett gefahren sind.
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