Düren - Rund 500 Menschen beteiligen sich an Maikundgebung

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Rund 500 Menschen beteiligen sich an Maikundgebung

Von: elfa
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Bildeten die Gesprächsrunde bei der diesjährigen DGB-Maikundgebung (von links): Daniel Schiele, Volker Kohlisch, Ulrich Titz, Karl Panitz, Klaus Pentzlin. Foto: Elmar Farber

Düren. . „Wir gehen vor! Gute Arbeit, gerechte Löhne, starker Sozialstaat.” Unter diesem Motto haben am Samstagvormittag rund 500 Menschen an der diesjährigen Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Düren teilgenommen.

Von den „Manos Rapidos” musikalisch begleitet, war der Demonstrationszug um zehn Uhr von der Kuhgasse in Richtung Willy-Brandt-Park gestartet.

Dorthin hatte der örtliche DGB den Sprecher des Regionalforums Inde-Rur der IG Bergbau, Chemie und Energie, Ulrich Titz, Gewerkschaftssekretär Volker Kohlisch (IG Metall Düren), den Jugend- und Auszubildendenvertreter der Firma Tedrive, Daniel Schiele, sowie den Vorsitzenden des Arbeitslosenzentrums Düren, Klaus Pentzlin, zu einer öffentlichen Gesprächsrunde eingeladen. DGB-Gewerkschaftssekretär Karl Panitz moderierte das Gespräch.

Die Regierungskoalition musste sich einiges von den Diskutanten gefallen lassen. „Nach dem Wahlsieg von Schwarz-Gelb sind die Gegner der Mitbestimmung aus ihren Löchern gekommen”, kritisierte beispielsweise Ulrich Titz. Neben den dringlichen Forderungen nach mehr betrieblicher Mitbestimmung von Arbeitnehmern und nach einem gesetzlichen Mindestlohn stand dann die Frage, wie Leiharbeit zukünftig fair gestaltet werden kann, im Vordergrund der Diskussion.

„Auch in Deutschland ist Leiharbeit immer noch ein Freibrief für Arbeitgeber, Arbeitnehmer zu Hungerlöhnen zu beschäftigen”, so Volker Kohlisch. Die Leiharbeitsbranche verfolge das Prinzip „Heuern und Feuern” und diene den Arbeitgebern als „Druckmittel gegen die Belegschaft”, so der Gewerkschafter. Kohlisch appellierte an die Leiharbeiter, sich gewerkschaftlich zu organisieren, um gemeinsam für eine Verbesserung ihrer Arbeitsverhältnisse kämpfen zu können. Klaus Pentzlin forderte eine „konsequente Beschäftigungspolitik”, die auch im öffentlich geförderten Arbeitsmarkt mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse schafft.

Durch Ein-Euro-Jobs und andere Kurzzeitmaßnahmen könne man keine dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt erreichen. Außerdem sprach sich Pentzlin dafür aus, den Hartz IV-Regelsatz von derzeit 359 Euro auf bis zu 500 Euro zu erhöhen. Umringt von zahlreichen Infoständen wurde die Diskussion nach der moderierten Gesprächsrunde mit den Besuchern der Veranstaltung bei gemütlicher Frühlingsatmosphäre im Park weitergeführt.
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