Rütger-von-Scheven-Straße: Alt wird Neu, die Miete steigt

Von: Margret Vallot
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„Die Struktur der Bewohnersch
„Die Struktur der Bewohnerschaft wird sich ändern”, davon zeigte sich gestern Thomas Settelmayer von der Deutschen Invest Immobilien überzeugt. Foto: Margret Vallot

Düren. „Wir sind keine Heuschrecke”, betont Thomas Settelmayer von der Deutschen Invest Immobilien GmbH (d.i.i.) bei seinem Besuch in Düren. Die d.i.i. ist Eigentümerin der 276 Wohneinheiten in der Rütger-von-Scheven-Straße.

Und weil es bei der Sanierung des Baukomplexes, der aus den 50er Jahren stammt, Beschwerden der Mieter gegeben hatte, hatte sich der Leiter des Immobilien-Managements eigens nach Düren begeben. Er informierte zugleich über Quadratmeter-Preise und den Fortschritt der Bauarbeiten.

Die Sanierung der teilweise arg heruntergekommenen Bauten kann man sich nicht radikal genug vorstellen. Fehlende Heizungen wurden installiert, Bäder wurden eingebaut, Wärmedämmung steht jetzt an, und außerdem müssen sämtliche Dächer erneuert werden. Ende 2013 soll alles fertig sein. Neun Gebäude-Riegel haben schon neue Dächer, zwölf werden noch welche bekommen.

Innerhalb von zwei bis drei Tagen wird jeweils das alte Dach samt Aufbau, Dachstuhl und Ziegeln entfernt und ein neues Dach aufgesetzt. Auf eine Schönwetterperiode könne man dabei nicht warten, bedauerte Settelmayer. Zehn Fälle mit nassen Wohnungen seien abgeschlossen, sechs Fälle laufen noch. Da mussten die Mieter zum Teil in andere Wohnungen umziehen. Wer Hilfe brauche, müsse sich an die Verwaltungsgesellschaft und den Hausmeister wenden.

Das Unternehmen mit Sitz in Wiesbaden besitzt in ganz Deutschland etwa 3500 Wohneinheiten, darunter auch viele Neubauten. „Sieben Jahre behalten wir die Wohnungen mindestens, dann werden sie verkauft”, erklärte Settelmayer. Wohnungen wie in Düren „sind nicht das Typische für unser Unternehmen”. Bis zu zwölf Millionen Euro will man an der Rur investieren.

Die Bauarbeiten haben im September 2011 begonnen. Am Dienstag konnte Settelmayer sagen: „Mit den Heizungen sind wir durch.” Vorgefunden hat man zu Beginn der Arbeiten Mietpreise von 3,80 Euro pro Quadratmeter. Jetzt werde maximal 4,50 Euro bezahlt, und zwar von den Alt-Bewohnern.

Neu vermietete Wohnungen, bei denen Balkone saniert, alle Fenster ausgetauscht, Wärmedämmung angebracht und Fassaden neu gestrichen wurden, werden für sechs Euro pro Quadratmeter vermietet. Neumieter zahlen also deutlich mehr als die Mieter, die schon vor Übernahme der Anlage durch die d.i.i. in den Häusern wohnten.

„Es wird einen Wandel geben in der Bewohnerstruktur”, weiß der Immobilien-Manager. Schließlich möchte das Unternehmen seine Investition refinanziert haben. 20 vormals leerstehende Wohnungen sind jetzt vermietet.

Auf die Altmieter kommt jetzt eine zweite Sanierungsstufe zu: die Wärmedämmung wird die Mieten auch für diesen Personenkreis noch mal in die Höhe treiben. Mit 5,30 bis 5,50 Euro müsse gerechnet werden. Über die genaue Summe müsse aber noch mit der Stadtverwaltung verhandelt werden.

Nicht wenige Mieter leben von Hartz IV und müssen ausziehen, wenn die Miete eine gewisse Grenze überschreitet. Hier müsse die Stadt sich fragen, so Settelmayer, „ob der Wohngeldsatz, der zur Verfügung gestellt wird, noch der Richtige ist”. Denn: „Wir machen hier keine Luxussanierung.”

Fest steht, dass das Erste Gebäude-Viereck (in Nähe der Landwirtschaftskammer) Ende diesen Jahres fertiggestellt wird. Erst später werden dort im Innern des Häuser-Vierecks gartenbautechnische Arbeiten stattfinden.
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