Rübenernte startet: Mäßiger Durchschnitt

Von: Elke Silberer, dpa
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Rübenernte
Noch herrscht die Ruhe vor dem Sturm. Am Montag setzt der unablässige Strom an Rübenzügen ein, der die Zuckerfabrik Jülich drei Monate lang mit dem weißen Ackergold im Erntezustand füttert. Foto: O. Jonel

Bonn/Jülich. Die Rheinischen Rübenbauern starten in eine mäßige Durchschnittsernte. Der erwartete Ertrag von bis zu 64 Tonnen pro Hektar liege zwar im Durchschnitt der letzten fünf Jahre, aber der Zuckergehalt sei gering, teilte der Rheinische Rübenbauer- Verband am Dienstag in Bonn mit.

Für die Rüben war es im Juni und Juli zu heiß und zu trocken. Erst mit einsetzendem Regen hätten die Rüben wieder einen Schub gemacht. Bei günstigem Herbstwetter könne der Zuckergehalt noch steigen.

Die „Rübenkampagne” beginnt nach Verbandsangaben an diesem Donnerstag in Kalkar Appeldorn (Kreis Kleve), und am nächsten Montag in Jülich und Euskirchen. Im Rheinland bauen 4500 Betriebe Zuckerrüben an. Die Köln-Aachener Bucht ist ein Hauptanbaugebiet in Deutschland.

Die Rübenernte werde wahrscheinlich bis Silvester dauern und damit kürzer ausfallen als üblich. Weitere Landwirte hätten den Rübenanbau aufgegeben, die Anbaufläche sei dadurch um rund fünf Prozent geschrumpft.

„In den letzten zehn Jahren hat ein gewaltiger Strukturwandel stattgefunden”, sagte der Geschäftsführer des Verbands, Peter Kasten. Die Zahl der Rübenbaubetriebe sei um rund 30 Prozent gesunken. Die Zuckermarktreform vor fünf Jahren mit geringeren Quoten und gesunkenen Preisen habe den Prozess beschleunigt.

Ein Thema der nächsten Jahre in dem Sektor sei die Verwendung von Zuckerrüben für Biogasanlagen. „Es gibt einige Betriebe, die sich darauf spezialisieren”, sagte Kasten.

Polizei bittet Autofahrer um erhöhte Aufmerksamkeit

Die Dürener Polizei bittet Autofahrer während der Kampagne, die bis kurz vor Weihnachten dauern wird, um besondere Vorsicht. Nachdem im letzten Jahr kein einziger Verkehrsunfall unter Beteiligung eines an der Rübenfahrzeugs registriert werden musste, will die Kreispolizeibehörde diesen positiven Trend weiter fortgeführt sehen.

Insbesondere sei dabei darauf zu achten, dass die landwirtschaftlichen Gespanne teilweise mit erheblich geringerer Geschwindigkeit als der übrige Verkehr ihre Fracht befördern und bei aller Vorsicht einzelne von den Ladeflächen herab gefallene Rüben nicht gänzlich ausgeschlossen werden können. Aber nicht nur die auf der Straße liegenden Feldfrüchte, sondern auch verschmutzte Straßen können eine Gefahr darstellen und bedingen eine erhöhte Aufmerksamkeit.
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