Rottenburgs Sieg muss Evivo vielleicht ausbaden

Von: Franz Sistemich
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Ein Bild mit Symbolcharakter: Georg Klein überspringt den Block des VCO Berlin und schmettert den Ball in das gegnerische Feld. Foto: Bartgens

Düren. Mihai Paduretu war bedient: „Wann, wenn nicht gegen den Tabellenneunten, soll ich denn meine Stammkräfte mal schonen? Aber es hat heute leider nicht funktioniert“, schimpfte der Trainer von Volleyball-Bundesligist Generali Haching. Der Ärger des Trainers ist verständlich: Völlig überraschend verlor der Tabellenzweite, Champions-League-Teilnehmer und Pokalfinalist am Wochenende gegen den TV Rottenburg. Das 3:1 der Turner bedeutet: „Der Kampf um die Play-off-Plätze wird noch einmal brutal spannend“, analysierte Michael Mücke, der Coach von Evivo Düren, die Ergebnisse des vergangenen Spieltages.

Da klettert Rottenburg nach dem Überraschungscoup auf den siebten Platz, lässt der CV Mitteldeutschland dem Moerser SC im Westen der Republik keine Chance und festigt den sechsten Rang. Zwischen Evivo auf Rang 4 und dem TV Rottenburg liegen vier Spieltage vor Ende der Normalrunde gerade mal vier Punkte.

Und gerade die restlichen Gegner Evivos haben es in sich: Samstag gegen Generali Haching, dann beim Fünften TV Bühl, in der Arena gegen den VfB Friedrichshafen und am letzten Spieltag beim CV Mitteldeutschland. Der 20. Spieltag könnte demzufolge auch für Evivo der entscheidende sein; denn: „Wer denkt denn, dass Rottenburg in Haching gewinnt oder Mitteldeutschland gegen Friedrichshafen?“, sagt Mücke. Bei einer Niederlage des TV in Haching hätte der Vorsprung Dürens auf Platz 7 sechs Punkte betragen.

Und leichter wird die Aufgabe Dürens am Samstag gegen Generali nach der Verlustpartie der Münchener Vorortler auch nicht: „Die Spieler haben jetzt einen kräftig vom TV vor den Bug bekommen. Ihr Trainer wird ihnen mit Sicherheit auch ein paar Takte. Deshalb wird Haching mit Sicherheit mit Wut im Bauch nach Düren reisen wird und wir es ausbaden sollen“, sinnierte Mücke.

Dem sei aber eine gute Vorbereitung vor. Doch diese findet nicht in der Arena Kreis Düren statt. Wegen des närrischen Treibens mit Damensitzung und Behördenball müssen die Erstliga-Volleyballer ausweichen: „Wir betreiben Hallen-Hopping“, umschrieb Mücke die Übungseinheiten in drei verschiedenen Sporthallen: An der Euskirchener Straße werden die Trainingseinheiten genauso stattfinden wie in der Sporthalle des Burgau-Gymnasiums und der der Nelly-Pütz-Schule. Optimal ist anders, doch Mücke sieht einen positiven Aspekt: „Dann freuen wir uns umso mehr auf das Spiel in unserem Wohnzimmer Arena Kreis Düren!“

Bleibt nun abzuwarten, wie sich Evivo gegen die Hachinger aus der Affäre ziehen wird. In Berlin hielten die Rheinländer gegen den ungeschlagen Spitzenreiter Recycling Volleys über weite Strecke mit, mussten sich im Prinzip nur der Cleverness der Hausherren geschlagen geben. Die BRV sind halt eine europäische Spitzenmannschaft.“ Ihr Trainer Mark Lebedew ließ sein Stammformation gegen Evivo Düren durchspielen. Er wusste warum.

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