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„Rool“ nimmt am Finale des Deutschen Rock- und Pop-Preises teil

Von: Ines Kubat
Letzte Aktualisierung:
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Sie freuen sich über die Chance, an dem Wettbewerb teilnehmen zu können. Aurel Bongers (Gesang), Harry Sonnenschein (Bass), Marcel Schulten (Keyboard), Gereon Elbers (Gitarre), André Startz (Gitarre), Giuseppe Milicia (Schlagzeug) Foto: Band

Jülich/Düren. Ob sie gewinnen werden? Gereon Elbers sucht nicht lang nach einer Antwort, sondern fängt an zu lachen. „Nein, ich glaube nicht, dass wir gewinnen.“ Zu groß sei die Konkurrenz und auch zu erfahren, erklärt er bescheiden.

Am 10. Dezember wird es für Elbers und seine fünf Bandkollegen von „Rool“ ernst – dann treten sie in Essen vor Hunderten Besuchern und vor allem einer Jury auf: Denn die Band, die aus Dürenern und Jülichern besteht, ist im Finale des Deutschen Rock- und Pop-Preises, dem ältesten Nachwuchsfestival des Landes, das nun zum 34. Mal ausgetragen wird.

2013 gegründet

Bislang fristete Rool ein eher ruhiges Band-Leben, noch immer bezeichnen sie sich als Amateure und Nachwuchs. Und das sind sie gewissermaßen auch, denn Rool wurde erst 2013 in Lucherberg gegründet. „Rock Orchester Lucherberg“ nannten sie sich – und um es kürzer zu machen: Rool, erklärt Elbers, der selbst erst später dazugestoßen ist, begleitet als zweiter Gitarrist André Startz. Harry Sonnenschein übernimmt den Bass. Marcel Schulten steht an den Keyboard-Tasten und Guiseppe Milicia sorgt mit den Drums für den richtigen Rhythmus.

Zwischen 26 und 57 Jahre alt sind die sechs Bandmitglieder, eine große Altersspanne, die aber ganz offenbar kein Hindernis ist, sich auf eine Musik zu einigen: Gemeinsam spielen sie Cover von Bands wie Metallica, den Red Hot Chilli Peppers oder den Foo Fighters und fühlen sich vor allem beim Rock, Hardcore und Punk zu Hause, sagt Elbers.

Auch eigene Songs haben sie mittlerweile im Repertoire. Bei denen „geht es richtig zur Sache“, findet Elbers. Deshalb hört man von Rool auch keine weichgespülten Schnulzen, sondern kräftige Bässe und harte Sounds aus der E-Gitarre. Dazu gibt es Texte auf deutsch, erklärt Elbers.

Geübt habe die Band viel in ihrem kleinen Proberaum in Eschweiler. Die Zahl der Auftritte sei bislang aber eher überschaubar. Im Jülicher Kulturbahnhof seien sie mal gewesen. „Bei Rock am Ring haben wir aber leider noch nicht gespielt“, sagt Elbers selbstironisch und lacht.

„Burn-out ist in“

Dennoch fassten sie sich ein Herz und schickten ihre Single „Burn-out ist in“ ins Rennen des Musikpreises, sagt Elbers, der selbst schon einmal vor ein paar Jahren mit einer anderen Band daran teilgenommen hatte. Der Song – von Aurel Bongers gesungen – erinnert vom Sound her an klassischen Rock mit frühen BAP-Anleihen. Rool gibt den treibenden Gitarren viel Raum, so dass sie ihren tiefen Klang voll ausbreiten können.

Dass die Jury diesen Song und damit auch die Band tatsächlich für das Finale ausgewählt hat, empfindet Elbers als „großes Glück“. Mehr als 1400 Einsendungen habe es gegeben, als er damals an dem Wettbewerb teilgenommen hatte. Mit einer ähnlichen Konkurrenz rechnet er auch diesmal. Dass die Band in Anbetracht solcher Zahlen einen der 15 Plätze bekommen hat, freut ihn sehr. Außer der Hauptkategorie Rock, in der die Musiker aus Düren und Jülich antreten, gibt es noch bei Country, Alternative oder Hard & Heavy. Insgesamt sind es 150 Kategorien, in denen sich die Künstler am 10. Dezember messen. Dann steht Rool mit „Burn-out ist in“ auf der Bühne, auf der schon Bands und Künstler wie Pur, Luxuslärm oder Yvonne Catterfeld vorgespielt und -gesungen haben.

Angst, vor einer ganzen Halle voll Leuten zu spielen, hätten sie nicht, versichert Elbers. Aber mit der Aufregung ist es eine ganz andere Sache. Die sei natürlich da. Doch letztendlich sehen sie den Wettbewerb als das an, was er ist: eine Chance, sich und ihre Musik zu zeigen. Und diese Chance will Rool ergreifen. Dass sie dabei am Ende eine Trophäe in den Händen halten, glauben sie nicht, aber „ich schließe auch nichts aus“, sagt Elbers.

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