Rolf Kurth: Sozialdemokrat aus Überzeugung

Von: Sandra Kinkel
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Rolf Kurth aus Langerwehe verb
Rolf Kurth aus Langerwehe verbringt auch heute noch ziemlich viel Zeit an seinem Schreibtisch. Foto: Sandra Kinkel

Langerwehe. Im Büro von Rolf Kurth im Keller seines Hauses in Hamich hängen unzählige Fotos. Bilder aus Langerwehe, aber vor allen Dingen Fotos mit Rolf Kurth. Rolf Kurth mit Johannes Rau zum Beispiel oder mit BAP-Sänger Wolfgang Niedecken. „Das sind Freunde von mir”, sagt Rolf Kurth. „Wichtige Persönlichkeiten, die mein Leben geprägt haben.”

Persönlichkeiten der deutschen Sozialdemokratie waren es auch, die Rolf Kurth mit 15 Jahren dazu gebracht haben, bei den Jusos, also der Jugendorganisation der SPD, mitzumachen und drei Jahre später in die Partei einzutreten.

„Das war eine Folge der 68er Bewegung”, so der 57-Jährige. „Und weil es damals Persönlichkeiten wie Willy Brandt, Johannes Rau und Hans-Jürgen Wischnewski gab. Das waren Männer, die eine Meinung hatten, die sie auch vertreten haben.”

Rolf Kurth ist seit 32 Jahren SPD-Vorsitzender in Langerwehe (er ist der dienstälteste SPD-Chef in Nordrhein-Westfalen), genauso lange sitzt er im Gemeinderat der Töpfergemeinde, wo er zudem seit sieben Jahren Vorsitzender der SPD-Fraktion ist.

Außerdem war er zehn Jahre stellvertretender Bürgermeister in seiner Heimat. Seit vier Jahren ist er zudem Ortsvorsteher von Heistern, Hamich, Wenau und Schönthal, außerdem sitzt er seit 22 Jahren auch im Kreistag in Düren.

„In der Kommunalpolitik”, sagt Kurth, „kann man Dinge unmittelbar bewegen. Man kann Sachen erreichen, die der Bürger so nicht erreichen könnte. Und das macht einfach Spaß.”

Spaß hat ihm auch immer der Parteivorsitz der Wehter Genossen gemacht, mittlerweile denkt Rolf Kurth aber darüber nach, das Amt abzugeben. „Das Jahr hat 365 Tage”, schmunzelt er, „und ich im gleichen Zeitraum locker 600 Termine. Viel Freizeit bleibt da nicht.” Genauso wenig wie Zeit für Hobbies. Kurth ist leidenschaftlicher Skatspieler und Saunagänger.

Als einen seiner wichtigsten Erfolge in seiner langen Karriere als Kommunalpolitiker nennt Rolf Kurth auf Langerweher Ebene die Umwandlung der Hauptschule in eine Gesamtschule („Das war damals die erste Gesamtschule im ländlichen Bereich und ist heute zertifizierte Europaschule.”).

Bei allem, so Kurth, habe für ihn das Wohl der Bürgerinnen und Bürger immer absolut im Vordergrund gestanden. „Das ist doch das, worauf es ankommt. Egal, ob die Entscheidungsträger schwarz, gelb, grün oder rot sind.”

Übrigens hat Rolf Kurth nie mit dem Gedanken gespielt, aus der SPD auszutreten, auch wenn er manchmal mit seinen Genossen ganz schön hadert. Zum Beispiel jetzt, wenn die Landtagsabgeordneten sich mal eben die Diäten um 500 Euro erhöhen. „Das macht mich sauer, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Herrschaften sich so schwer damit getan haben, den Hartz-IV-Satz um nur fünf Euro zu erhöhen.”

Trotzdem, so Kurth, sei auch heute der Grundsatz seiner Partei immer noch „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität”. „Das ist meine Lebensphilosophie.

Und daran wird sich auch nie etwas ändern. Ändern können sich nur die Personen, die in der SPD arbeiten, nicht aber diese grundsätzliche Haltung der Partei.”
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