Röter als Rosé und angenehm fruchtig

Von: ale
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Zur Weinlese kamen Frauen und Männer der IG Weinbau Heimbach zum Meuchelberg. Pfarrer Donks segnete die Skulptur und den Weinberg. Rechts der Bildhauer Jürgen Ackermann. Foto: Anneliese Lauscher

Heimbach. Die Vögel lieben die blauen Trauben, die grünen der Sorte Riesling lassen sie unbeachtet. Das haben die Mitglieder der IG Weinbau Heimbach in ihrem Weinberg am Meuchelberg beobachtet. Die schönste Arbeit im Weinberg ist die Lese, in bester Laune fand sich jetzt eine Gruppe Frauen und Männer zur Ernte ein.

Mit der Lese verknüpfte die IG Weinbau diesmal eine Einweihung und Segnung: Eine Skulptur des Dionysos, die der Künstler Jürgen Ackermann geschaffen hat, wurde der Öffentlichkeit übergeben. Dionysos, der in der römischen Mythologie Bacchus heißt, ist ein Koloss aus rotem Buntsandstein, der über eine Tonne wiegt.

Er sitzt in Genießerhaltung vor den Rebstöcken, scheint mit geschlossenen Augen den Wein zu genießen. Für die IG Weinbau sprach Marita Jaeger, die dem Künstler herzlich dankte für sein Engagement und für diese Dauerleihgabe. Sie wünschte sich, dass durch DionysosÔ Einfluss der Weinberg noch besser gedeihen möge.

Pfarrer Hanns Doncks zitierte aus der Bibel „Der Wein erfreut des Menschen Herz” und fügte hinzu: „Dionysos fühlt sich hier sichtlich wohl”. Er sprach einen Segen über die Skulptur und den Weinberg und erbat in seinem Gebet Gottes Schutz für diesen Garten und alle, die darin arbeiten. Er fügte auch die Bitte um gutes Wetter hinzu, um Sonne und Regen zur rechten Zeit und bat, von Hagel und Dürre verschont zu bleiben. Dann durfte man kosten vom letzten Jahrgang; die „Heimbacher Ruraue” ist ein Cuvée aus zwölf Rebsorten, von intensiver Farbe, etwas röter als Rosé, und sie schmeckt angenehm fruchtig - so das spontane Urteil einiger Verkoster.

Die Mühen scheinen sich zu lohnen, in fünfzehn Jahren konnte der Ertrag stetig gesteigert werden. Unkraut jäten, ausgeizen, ein umfangreiches Pflegeprogramm von März bis Oktober hat besonders das Quartett Margret Bidaoui, Helmi Breuer, Bernward Mast-Heinen und Marita Jaeger absolviert. Nun sollten die blauen und grünen Trauben auf dem schnellsten Wege an die Mosel zum Winzer gebracht und am gleichen Abend noch gepresst werden. Es ist eine reichliche Ernte, man darf auf circa 400 Flaschen hoffen; aber über die Qualität kann man sich noch nicht äußern.

Der Wein wird verteilt, nicht verkauft. Die Mitglieder bekommen ihren Anteil, und der Bürgermeister darf besondere Gäste damit beschenken.
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