Rettung für Burger King

Von: Marlon Gego
Letzte Aktualisierung:
Burger King vergangenen Winter
Burger King vergangenen Winter: Die im Dezember geschlossene Filiale in Aachen wird noch im Juni wiedereröffnet. Foto: Harald Krömer

Aachen/Düren. Die durch der Insolvenz des regionalen Burger-King-Betreibers arbeitslos gewordenen Menschen werden alle wieder eingestellt. Das ist das Ergebnis der mehrere Monate lang andauernden Bemühungen des Insolvenzverwalters Christoph Niering.

Nach den Filialen in Kerpen und Heinsberg, die bereits wiedereröffnet sind, werden auch die Filialen in Aachen gegenüber dem Tivoli, in Düren an der Nordstraße am Autobahnzubringer und aller Voraussicht nach auch in Eschweiler wohl noch im Juni, spätestens Anfang Juli wiedereröffnet.

Alle 150 arbeitslos gewordenen Mitarbeiter, die noch keine neue Stellung gefunden haben, werden vom neuen Betreiber übernommen. Das erklärte Niering auf Anfrage unserer Zeitung.

Probleme im Konzern

Der neue Betreiber heißt Guido Momm und ist Geschäftsführer der Fast Food Nordheide GmbH aus Bispingen bei Lüneburg. Momm ist gebürtiger Dürener, der in Nideggen aufgewachsen ist. Seine Herkunft habe durchaus eine Rolle bei der Entscheidung gespielt, die Filialen zu übernehmen, sagte Niering. Die Nordheide GmbH führt bereits acht Burger-King-Filialen. Niering geht davon aus, dass das Insolvenzverfahren mit der Übernahme der Filialen gegen den vormaligen Betreiber, gegen die Phoenix Fast-Food GmbH, in Kürze eröffnet werden kann. Lediglich die Filialen in der Dürener Innenstadt und in Mechernich bleiben geschlossen.

Dass zwischen Schließung und Wiedereröffnung der Filialen verhältnismäßig viel Zeit verstrichen ist, etwa ein halbes Jahr, erklärt Niering mit großen wirtschaftlichen Problemen der Muttergesellschaft, des Burger-King-Konzerns. Die ganz im Gegensatz zum wundersam genesenen Konkurrenten McDonalds nach wie vor angeschlagene Fastfood-Kette wechselte in den vergangenen zwei Jahren zwei Mal den Hauptaktionär. Der momentane Mehrheitseigner, eine brasilianische Investmentfirma, hat zunächst in den USA rationalisiert, mittlerweile wurden auch in Europa zahlreiche Arbeitsstellen gestrichen. Allein in der Zentrale von Burger King Deutschland in München sind nach Informationen unserer Zeitung etwa die Hälfte der Mitarbeiter entlassen worden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert