Düren - Restsee: SPD will Sondersitzung im August

Restsee: SPD will Sondersitzung im August

Von: bugi
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Braunkohle Tagebau Inden
Ein Bagger fördert im Braunkohle Tagebau Inden bei Düren vor der Kulisse des RWE-Kraftwerks Weisweiler Braunkohle. Nach dem verheerenden Erdrutsch in Nachterstedt in Sachsen-Anhalt fordern die Stadt Düren und eine Bürgergemeinschaft den Stopp der Planungen für den See im Restloch des Tagebaus Inden. Foto: dpa

Düren. Die Dürener SPD will am Montag eine Sondersitzung des Dürener Stadtrates beantragen, damit noch im August, also noch vor der Kommunalwahl eine Entscheidung über die Klage der Stadt gegen den Restsee im Tagebau Inden II getroffen werden kann.

SPD-Bürgermeisterkandidat Henner Schmidt: „Es darf nicht weiter auf Zeit gespielt werden. Darauf haben die Bürger einen Anspruch.”

Schmidt verbucht die von der CDU eigens in einer Pressekonferenz angekündigte Absichtserklärung, nun Klage einreichen zu wollen, als Erfolg der SPD: Am Montag habe man den Bürgermeister dazu noch aufgefordert. Schmidt: „Die SPD begrüßt den Sinneswandel von Paul Larue ausdrücklich.”

Wenig Verständnis hat Schmidt allerdings dafür, dass die CDU die Klage erst nach der Kommunalwahl beschließen will.

Der Rat müsse Farbe bekennen. „Kneifen gilt jetzt nicht mehr”, so Schmidt weiter, der im Rat „mit der vollen Unterstützung des Bürgermeisters und des CDU-Fraktionsvorsitzenden” rechnet.

Landtagsabgeordnete äußern sich

Zur Seenlandschaft nach dem Ende der Tagebaue äußern sich auch die beiden Landtagsabgeordneten Liesel Koschorreck (SPD) und Josef Wirtz (CDU). Beide haben sich nach den Ereignissen in Nachterstedt an die zuständige CDU-Landesministerin Christa Thoben gewandt.

Koschorreck schreibt: „Die Suche nach den Ursachen der Katastrophe wird voraussichtlich neue Erkenntnisse über die Standfestigkeit derartig großdimensionierter Böschungen ergeben.”

Diese neuen Erkenntnisse müssten in neue Untersuchungen in NRW einfließen, „um zukünftige Gefahren für die Menschen in den Rheinischen Braunkohlegebieten auszuschließen”. Es müsse eindeutig geklärt werden, dass Erdrutschgefahren ausgeschlossen werden.

Josef Wirtz hält die Entwicklung einer Seenlandschaft nach Ende der Tagebaue immer noch für „eine einmalige Chance für unsere Region”. Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Böschungen müssten ausgeräumt werden. Und: „Nach bisherigen Aussagen von Fachleuten ist Nachterstedt nicht mit unseren regionalen Tagebauen vergleichbar.”
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