Düren - „Reine Willkür”: Grüne ärgern sich über Baumfällaktion der Stadt

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„Reine Willkür”: Grüne ärgern sich über Baumfällaktion der Stadt

Von: inla
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Grünen-Fraktionssprecherin Verena Schloemer und ihr Ratskollege Bruno Voß deuten auf das Beet, in dem bis Mittwoch „noch elf Birken und ein Ahorn standen”. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Die Dürener Grünen sind außer sich: Zwölf teils Jahrzehnte alte Bäume seien auf dem Parkplatz der Volkshochschule gefällt worden. „Ohne Grund”, sagt Fraktionssprecherin Verena Schloemer. „Das war reine Willkür.”

Sie habe sich beim Dürener Service Betrieb, der für die Grünanlagen in der Stadt zuständig ist, erkundigt. „Dort hat man mir gesagt, dass es keine Genehmigung für das Fällen gibt.” Laut Baumschutzsatzung sei es momentan sogar verboten, dass Bäume gerodet werden, sagt Georg Schmitz, Stadtrat der Dürener Grünen. Ein Sprecher der Stadt erklärte, es habe sich nicht um Bäume, sondern um größeres Strauchwerk gehandelt.

Nach Informationen der Umweltpolitiker waren es elf Birken und ein Ahorn; die Bäume seien weder krank gewesen noch hätten sie eine Gefahr für Menschen oder den Verkehr dargestellt. „Absolut unverständlich das Ganze”, schimpfte Verena Schloemer am Freitag am Ort des Geschehens.

Ein Sprecher der Verwaltung sagte, der Parkplatz an der Volkshochschule solle neu geteert werden. Danach würden dort Container aufgestellt, in denen Güter des Rathauses gelagert werden sollen. Das Verwaltungsgebäude wird bekanntlich derzeit saniert, alle Ämter wurden und werden ausgelagert. Teilweise müssen Büromöbel und sonstige Gegenstände gelagert werden - so auch auf dem Parkplatz an der Violengasse. Mit der Abholzaktion wollte die Stadt Platz gewinnen, so der Rathaus-Sprecher.

Das aber lassen die Grünen nicht gelten. Der Raumgewinn sei nicht groß und mit dem Tod von zwölf Bäumen nicht zu rechtfertigen. „Es wird höchste Zeit, dass wir einen Baudezernenten bekommen, der solche Dinge vernünftig regelt”, sagten die Grünen-Politiker.

In dieser Sache wird es kommende Woche ein Gespräch zwischen Bürgermeister und Fraktionen geben, an dem dann auch die Grünen teilnehmen wollen. Wie berichtet, sind sie dem ersten Treffen ferngeblieben, weil Bürgermeister Larue „nicht unverzüglich zu einer Sondersitzung des Rates eingeladen hat”, wie Verena Schloemer am Freitag nochmals bekräftigte. „Wir brauchen einen Kompromiss bei der Besetzung dieses wichtigen Amtes.” Die Grünen können sich vorstellen, aus dem aktuellen Bewerberkreis einen örtlichen Kandidaten zu unterstützen.
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