Regierungspräsident hat Mitleid mit Düren

Von: inla
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Düren. Der Kölner Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar hat Mitleid mit Düren. Bei einem Redaktionsbesuch in unserem Verlagshaus im Aachen sagte Lindlar, die Kreisstadt sei wegen der sozialen Struktur in einer schweren Lage.

„Das hat die Stadt nicht verschuldet.” Viele Alleinerziehende etwa, die von Hartz IV leben müssten und vorher irgendwo in einer kleinen Kommune des Kreises gelebt haben, zöge es nach Düren - auch der Anonymität wegen.

Die Finanzlage der Kreis-Kommunen nannte Lindlar „dramatisch”. 12 der 15 Städte und Gemeinden im Kreisgebiet seien im Nothaushalt oder steuerten darauf zu. Wenn eine Kommune mit einem Nothaushalt arbeitet, muss beispielsweise jede freiwillige Leistung, also etwa Zuschüsse an Vereine, von der Aufsichtsbehörde genehmigt werden. Aufsichtsbehörden sind zunächst der Kreis, danach der RP.

Lindlar betonte, dass Kommunen gezwungen seien, über Schulschließungen nachzudenken, „dort, wo es geht”. Schwieriger als in Städten sei es auf dem Land, wo es „schnell dünn werden kann”. Helfen könnten Schulverbünde, wenn etwa drei Standorte nur noch eine Schulleitung benötigten. Auch kulturelle Angebote gehörten auf den Prüfstand, sagte der RP, ohne für den Kreis Düren konkret zu werden.

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