Reflex-Werk wieder im Plus

Von: bugi
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Beim Dürener Unternehmen Reflex geht die Suche nach Investoren weiter. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Ziel Nummer 1 hat Insolvenzverwalter Dr. Mark Boddenberg verblüffend schnell umgesetzt: „Wir haben im Oktober erstmals wieder schwarze Zahlen geschrieben.“ Anfang Oktober war Boddenberg als Insolvenzverwalter für das verschuldete Dürener Unternehmen Reflex Premium Paper AG bestellt worden und hat den Gesundschrumpfungsprozess angestoßen.

Von 99 Beschäftigten mussten 33 Mitarbeiter gehen, Überkapazitäten wurden abgebaut, der Betrieb von vier auf drei Schichten umgestellt und die Preise erhöht. Das Ergebnis kann sich aus Sicht des Insolvenzverwalters in Form von schwarzen Zahlen sehen lassen.

„Die Sanierungsmaßnahmen greifen, die Schuldnerin ist lebensfähig“, freut sich Boddenberg. „Auch die Umstrukturierung klappt hervorragend. Wir haben zum Beispiel die Produktion enger mit dem Vertrieb verzahnt“, erklärt er. Ist das Unternehmen aus eigener Kraft überlebensfähig, lässt es sich für Boddenberg natürlich deutlich leichter nach einem Investor suchen. Entsprechende Anfragen gibt es bereits, die Verhandlungen will Boddenberg spätestens Ende Dezember starten. Und zwar bedarfsgerecht.

„Ich arbeite parallel auch an einem Entwicklungsplan für die Immobilie“, erklärt des Insolvenzverwalter. Das in den letzten Jahren deutlich geschrumpfte Unternehmen befindet sich an der Veldener Straße immer noch auf einem riesigen Areal mit mehreren nicht mehr genutzten Immobilen. „Es gibt zum Beispiel zwei größere Bürogebäude, die Reflex nicht mehr benötigt. Da verhandele ich mit einem Investor.“ Der könnte die Gebäude sanieren und einer neuen Nutzung zuführen. Oder eine andere Halle, die sich laut Insolvenzverwalter perfekt für ein Maschinenbauunternehmen eignen würde. Wie schnell Boddenberg hier zu einem Abschluss kommt, wird aber möglicherweise auch davon abhängen, welchen Platzbedarf ein potenzieller Investor für Reflex anmeldet.

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