Kreis Düren - Rechte Straftaten: Abwärtstrend oder Verlagerung in der Region?

Rechte Straftaten: Abwärtstrend oder Verlagerung in der Region?

Von: alba
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Kreis Düren. Die Zahl der Straftaten mit rechtsradikalem Hintergrund im Kreis Düren ist im ersten Halbjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Das berichtet die Initiative Lokaler Aktionsplan Aachen (LAP), die unter anderem vom Bundesfamilienministerium und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) gefördert wird, auf ihrer Internet-Seite.

Demnach habe es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 29 von Rechtsradikalen verübte Straftaten gegeben. Im gesamten Jahr 2012 waren es 64. Der Trend für den Kreis Düren sei also minimal rückläufig, was aber auch mit regionalen Verlagerungen der rechten Aktivitäten zusammenhänge, heißt es vom LAP. Die Auflistung der Straftaten geht auf eine Anfrage der NRW-Landtagsabgeordneten Verena Schäffer (Grüne) an die Landesregierung zurück.

Laut LAP sei der leichte Abwärtstrend für den Kreis Düren aber kein Indiz für eine Entspannung. Während sich in der Städteregion Aachen ein starker und im Kreis Düren ein leichter Rückgang abzeichnen, deute sich im Kreis Heinsberg gegen den Landestrend ein Anstieg entsprechender Delikte an, heißt es weiter.

Der Blick in die Zahlen offenbart tatsächlich mögliche Entwicklungen. In Jülich etwa hatte es im Jahr 2012 insgesamt 19 Straftaten gegeben, die in Zusammenhang mit der rechten Szene standen, in der ersten Hälfte dieses Jahres bislang keine einzige. Die Gemeinden Hürtgenwald, Titz und Vettweiß verzeichnen 2013 bisher keine entsprechenden Straftaten, wie schon im gesamten Jahr 2012.

Der Lokale Aktionsplan zitiert außerdem die Abgeordnete Schäffer, Sprecherin für Innenpolitik und Strategien gegen Rechtsextremismus der Grünen-Landtagsfraktion, zur Gesamtentwicklung: „In Aachen wurden vergleichsweise wenige Straftaten verzeichnet, was allerdings auch daran liegt, dass die rechtsextreme Szene im gesamten Raum Aachen, also auch in den Städten des Kreises Düren und des Kreises Heinsberg aktiv ist. Hierfür muss man sich also nicht nur die Statistik für Aachen, sondern für das gesamte Umland anschauen.“

Die Aachener Polizei, zuständig für die Erfassung von rechten Straftaten im Kreis Düren, bestätigt die Zahlen des Landes Nordrhein-Westfalen – einen Trend, in welche Richtung auch immer, wolle man allerdings nicht kommentieren. Man verlasse sich in dieser Hinsicht auf die jahresweise erstellten Statistiken, sagt Sprecherin Iris Wüster.

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